• aktualisiert:

    HAUSEN

    Neue Gastronomie: Klostergarten wird zum Parkplatz

    Ein großer Plan lag den Mitgliedern des Gemeinderats vor: Nutzungsänderung und Umbau der bestehenden Nebengebäude und Errichtung eines Biergartens“ in Fährbrück.

    Ein großer Plan lag den Mitgliedern des Gemeinderats Hausen vor. Es ging um einen „Bauantrag auf Nutzungsänderung und Umbau der bestehenden Nebengebäude und Errichtung eines Biergartens“ in Fährbrück. Die Flurnummer liegt im Außenbereich der Gemarkung Hausen. Das Vorhaben ist nicht privilegiert.

    Den Bauantrag hat die GbR mit den Besitzern Alfred, Randy und Frank Sendner gestellt, weil sie den Gaststättenbetrieb des Hubertushofs wieder aufnehmen möchte. Öffentliche Belange sind nicht beeinträchtigt und die Erschließung ist gesichert.

    Deshalb gibt es aus Sicht der Gemeindeverwaltung keine Ausschlusskriterien zur Zustimmung des Bauantrags.

    Die Nutzungsänderungen beziehen sich alle auf die Nebengebäude und den Gartenbereich. An der Stelle eines ehemaligen Stalles werden eine Toilettenanlage und ein Lagerraum gebaut.

    En Schuppen im Garten soll zu einem Ausschank für den sich anschließenden Biergarten umgebaut werden. Die neue Zaunanlage zur Eingrenzung des Biergartens bedarf einer Genehmigung. Und in der ehemaligen Scheune soll eine Küche mit Essensausgabe eingerichtet werden.

    Für den neuen Biergarten mit seinen etwa 2000 Quadratmetern benötigt der Hubertushof 40 eigene Stellplätze. Die Parkplätze an der Wallfahrtskirche sind auf öffentlichem Grund. „Wir haben einen Teil des Klostergartens gepachtet“, erläuterte Alfred Sendner dazu den Ratsmitgliedern.

    „Auf der Wiese im hinteren Bereich abseits vom Augustinerkloster sollen Parkplätze für den Biergarten entstehen.“

    Die Einfahrt zu den künftigen Parkplätzen ist „beim silbernen Tor am Ende der Mauer“ vorgesehen. Die Stellplätze sollen „weiterhin grün und als Wiese“ angelegt werden. Als direkten Durchgang zum Biergarten plant man einen Durchbruch durch die Klostermauer. Zum Klostergebäude hin ist eine Abzäunung vorgeschrieben.

    Eigentürmer des Augustinerklosters in Fährbrück mit dem dazugehörenden Gelände ist der Bischöfliche Stuhl. Das ist ein Anhang des Bischofsamts mit stiftungsähnlichen Zügen. Laut Bistumssprecher Markus Hauck „laufen derzeit noch Gespräche zwischen der GbR und dem Bischöflichen Stuhl“ zur Verpachtung der gewünschten Fläche.

    Der Klostergarten wird von Mai bis Oktober noch vom Schützenverein „Bogenschützen Fährbrück“ genutzt und ist beliebt bei Feierlichkeiten wie dem Gregoriusfest oder dem Sternenzauber im Advent.

    Familie Sendner ist an einer guten Nachbarschaft gelegen und offen für die Belange der Augustiner, der Vereine und Gruppen. Auch die Gemeinderäte in Hausen hatten keine Einwände. Sie stimmten allen Nutzungsänderungen einstimmig zu.

    Videos
      Weitere Artikel
      Fotos