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    Studie: Nationalpark bringt Millionen Mehreinnahmen

    27,5 Millionen Euro Mehreinnahmen im Tourismus, Mindereinnahmen in der Holzwirtschaft von 2,5 Millionen Euro: Das sind die wichtigsten Zahlen aus der Nationalpark-Studie.

    Das mit Spannung erwartete Gutachten der Universität Würzburg zu den sozioökonomischen Wirkungen eines Nationalparks Rhön liegt jetzt auch dieser Redaktion vor. Aus ökonomischer Sicht spricht in der 59-seitigen Studie, die unter der Leitung von Professor Hubert Job erstellt wurde, viel für einen Nationalpark Rhön.

    Auf 27,5 Millionen im Jahr ab 2050 werden die Mehreinnahmen aus dem Bereich Tourismus beziffert, während im Bereich Holzwirtschaft ein Wegfall von Einnahmen in Höhe von 2,5 Millionen Euro prognostiziert wird.

    Zahlen für 2050

    Nach einer Analyse der Ausgangssituation in der Rhön mit stagnierendem Arbeitsmarkt und zu erwartendem Bevölkerungsrückgang vergleicht die Prognose zwei Szenarien: eine Fortschreibung ohne Nationalpark sowie die alternative Situation, mit einer Nationalpark-Ausweisung. Dabei wird der Zeitraum bis 2050 betrachtet. Diese 30 Jahre entsprechen dem Zeitraum, innerhalb dessen der neue Nationalpark installiert würde.

    Weniger Jobs, weniger Bewohner

    Im Bereich Tourismus, so die Studie, sei ohne Nationalpark eine stagnierende bis leicht negative Tendenz zu erwarten. Hingegen würde sich ein Nationalpark durchaus positiv auf die Tourismuswirtschaft auswirken. Laut Studie wäre ein zusätzliches Einkommen in Höhe von 27,5 Millionen Euro pro Jahr zu erwarten.

    Verzicht auf 9000 Hektar Wald

    Bei vollständigem Nutzungsverzicht auf rund 9000 Hektar Waldfläche beziffert die Studie den Wegfall des forstwirtschaftlichen Einkommens auf 2,5 Mio Euro jährlich. Von diesem Betrag verbleibe ein Teil – zum Beispiel in Form von Lohnkosten – in der Region, der Rest fließe als Gewinn an den Freistaat Bayern ab.

    Die Arbeitsplätze bei einer möglichen Nationalparkverwaltung selbst sowie in den Forstbetrieben wurden in der Studie nicht berücksichtigt.

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