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    Reith

    Anton Stöth ist 50 Jahre Schiedsrichter

    Die Bad Kissinger Gilde darf stolz auf Geleistetes zurückblicken.

    Zur Weihnachtsfeier der Fußball-Schiedsrichtergruppe Bad Kissingen, in deren Mittelpunkt Ehrungen standen, hatten sich im Sportheim der DJK Reith viele Unparteiische mit Frauen oder Lebensgefährtinnen eingefunden. "Es ist schön, dass das Sportheim heute Abend so proppenvoll ist. Das ist zum einen ein Zeichen für die Anerkennung der Leistung der Organisatoren, zum anderen auch Ausdruck des guten Miteinanders in der Gruppe", freute sich Gruppenobmann Alexander Arnold. Dem konnte sich der Moderator des Abends, Ludwig Weisenseel, nur anschließen, der auch Verbandsfunktionäre wie Bezirksschiedsrichterobmann Norbert Kröckel, Kreisschiedsrichterobmann Harald Schreiber, Kreisvorsitzenden Rainer Lochmüller, die Kreis-Frauenbeauftragte Ruth Müller sowie den Ehren-Obmann der Gruppe, Adam Reusch, begrüßen durfte.

    Der Jahres-Rückblick von Alexander Arnold fiel weitgehend positiv aus, insbesondere die Zahl der qualifizierten Schiedsrichter habe dank der vorzüglichen Lehrarbeit innerhalb der Gruppe zugenommen, wobei der Sonderaufstieg von Christian Wolf und Nikita Kolodeznij in die Bezirksliga erfreulich sei. An den zehn Lehrabenden in Reith oder Stralsbach hätten durchschnittlich 48 Referees teilgenommen, die Tendenz sei im Vergleich zu früheren Jahren steigend. Ein Highlight war das Referat des früheren Bundesliga-Schiedsrichters Lutz Wagner gewesen, den Kontakt hatte der derzeit ranghöchste Schiedsrichter der Gruppe, Sebastian Wieber, hergestellt.

    Wermutstropfen wollte Arnold aber auch nicht verschweigen, lediglich sechs Neulinge hätten sich bei den Lehrgängen eingefunden, sie konnten nicht verhindern, dass der Altersdurchschnitt auf 42,2 Jahre gestiegen ist. Auch über sechshundert zurückgegebene Einsätze hätten den Einteilern viel Arbeit gemacht, was aber durch den überdurchschnittlichen Einsatz mancher Gruppenkameraden aufgefangen worden sei. Dabei hatten sich besonders Tim Schoch (80 Einsätze), Nikita Kolodeznij (75) und Sebastian Wieber (70) hervorgetan. Dieses Trio erhielt ebenso eine Sonderehrung wie die "Coacher" der Nachwuchskräfte: "Rudi Müller, Rüdiger Klug, Robert Hammer, Christoph Föller und Ludwig Weisenseel leisten eine prima und verdienstvolle Arbeit, die sich positiv auf die Leistungen der jungen Schiedsrichter auswirkt", sagte Arnold. Dem konnte sich Norbert Kröckel nur anschließen: "Der Kreis Rhön ist der einzige im Bezirk, der steigende Schiedsrichterzahlen aufweist."

    Von Verbandsseite besonders geehrt wurde Anton Stöth mit der Verbands-Ehrenmedaille in Gold. Der Machtilshäuser steht trotz seiner 72 Jahre Woche für Woche auf dem Platz, "springt immer, auch kurzfristig, ein, wenn er gebraucht wird. Wenn notwendig pfeift er auch zweimal am Wochenende", lobte Arnold, der den Jubilar als Vorbild für alle jungen Schiedsrichter bezeichnete. Die Verbands-Ehrenmedaille in Silber für 40-jährige Mitgliedschaft überreichte Kröckel an Gerhard Schell, der Referee vom SV Zeitlofs-Rupboden pfiff in seiner aktiven Zeit sogar Bayernligaspiele und war ein Aushängeschild der ehemaligen Gruppe Bad Brückenau.

    Das Verbandsehrenzeichen in Gold für 30 Jahre Dienst im schwarzen Kittel wurde dem Untererthaler Martin Schneider ans Revers geheftet, auch dieser Jubilar leistet "viele treue Dienste". Das Verbandsehrenzeichen in Silber (20 Jahre Mitgliedschaft) bekamen Harald Grom (FC 06 Bad Kissingen), der sich in früheren Jahren auch als Trainer und kaltblütiger Torschütze der Fußballmannschaft verdient machte, sowie Helmut Schüller (TSV Maßbach) und Roland Hellmuth (FC Poppenroth) überreicht. Alle Jubilare erhielten zudem eine Dankesurkunde des Bayerischen Fußballverbandes. Gruppenintern geehrt wurden für 35-jährige Mitgliedschaft Gerold Hahn (TSV Wollbach), Winfried Hehn (SV Römershag) und Norbert Keßler (DJK Schlimpfhof), Letzterer ist vor allem als langjähriger Beisitzer im Kreissportgericht bekannt. Vor 25 Jahren legte Harald Fischer (DJK Schondra) die Schiedsrichterprüfung ab, seit 15 Jahren gehört Rüdiger Klug (SV Obererthal) der SR-Gruppe an. Der Steinacher Sebastian Back feierte sein zehnjähriges Jubiläum, seit fünf Jahren leiten die Premicher Thomas Edelmann und Udo Loibersbeck, der Reiterswiesener Andreas Halbritter, der Oberthulbaer Bastian Münch, Konstantin Schaab (FSV Schönderling) und der Fuchsstädter Sebastian Heck bei Wind und Wetter Spiele.

    "Ich könnte jetzt große Lobpreisungen über alle Jubilare, die dieses auch verdient hätten, aussprechen", erklärte Norbert Kröckel, "ich möchte es aber bei einem schwäbischen Sprichwort belassen: Nicht geschimpft ist Lob genug." Alle Jubilare wurden mit großem Beifall der Anwesenden bedacht. "Ich hoffe, dass ihr alle bei der Stange bleibt, allein eure Erfahrung ist für unser liebstes Hobby sehr wichtig", so Arnold. Dass mit Rainer Lochmüller ein Nicht-Schiedsrichter den Hauptpreis (Geschenkkorb) der Verlosung gewann, wurde mit großem Gelächter aufgenommen. "Das wird ein Fall für das Sportgericht", schmunzelte Norbert Keßler. Peter Balthasar

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