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    Großbardorf

    Daheim mangelt es dem TSV Großbardorf an Konsequenz

    Die Bayernliga-Fußballer des TSV Großbardorf sehen sich zur Winterpause im Soll.

    Nach dem Geschmack des Vereinsvorsitzenden Klaus Lemmer jubelten die Fußballer des TSV Großbardorf in der Bioenergie-Are...

    Im Vorfeld der Bayernliga-Nord-Saison 2017/18 wurden unter anderem auch die Fußballer des TSV Großbardorf als Aspirant auf die Meisterschaft und den damit verbundenen Regionalligaaufstieg von einigen Vereinen genannt. Doch die Verantwortlichen der Grabfelder gaben sich schon damals wesentlich zurückhaltender. "Wir streben einen Mittelfeldplatz an", sagte Manager Gerhard Schüler und Abteilungsleiter Bernhard Leicht hielt einen Platz zwischen sechs und acht für möglich. Auch Andreas Lampert von der sportlichen Leitung sprach davon, dass Platz sechs machbar sei.

    Alle drei behielten Recht, denn die Bardorfer liegen in der Winterpause, die bis Ende Februar dauert, auf Platz sieben mit 36 Punkten bei 33:26 Toren. Zehn Saisonsiegen stehen sechs Unentschieden und sechs Niederlagen gegenüber. "Meine Erwartungshaltung hat die Mannschaft genau erfüllt", sagt Schüler und auch Lampert ist mit dem bisher Erreichten sehr zufrieden. "Wir sind im vorderen Bereich dabei. Wir haben bisher eine ordentliche Runde gespielt." Etwas seltsam allerdings die völlig unterschiedliche Heim- bzw. Auswärtsbilanz der Mannschaft von Ex-Trainer Dominik Schönhöfer, der Ende Oktober seinen Rücktritt als Cheftrainer wegen Differenzen über die sportliche Ausrichtung erklärte. Äußerst erfolgreich agierten in der Folgezeit seine Nachfolger, das Trainerduo Udo Eckert und Otto Dietz, beides Großbardorfer Urgesteine.


    Erfreuliche Ausbeute

    Denn in ihrer Dienstzeit, die drei Partien währte, gewann ihr Team zweimal in der Fremde (2:1 in Würzburg und 4:1 in Sand) und spielte einmal unentschieden auf eigenem Geläuf (1:1 gegen Schlusslicht Amberg) und holte damit sieben Punkte. "Bei dieser Ausbeute können wir nicht viel falsch gemacht haben", sagt Eckert lächelnd. Nun räumen die beiden wieder den Chefsessel und überlassen ihn dem neuen Cheftrainer André Betz (ehemals Trainer der U19 der Bardorfer).
    Während die Auswärtsbilanz der Grabfelder außergewöhnlich gut ist, ist die Heimbilanz in der Restrunde sicherlich verbesserungswürdig, wie auch Eckert hervorhebt. Denn in der Fremde gelangen in zwölf Partien immerhin überragende acht Erfolge und ein Unentschieden, während man nur drei Mal als Verlierer den Platz verlassen musste. Damit rangieren die Bardorfer punktgleich (25 Punkte) mit dem SC Eltersdorf auf Platz eins in der Auswärtstabelle. Anders sieht es in der Heimtabelle aus. Dort liegen die Grabfeld-Gallier mit lediglich elf Zählern auf Relegationsplatz 14. "Gerade in den Heimspielen waren wir oft das bessere Team, haben uns zwar meist viele Chancen herausgespielt, aber leider zu viele Hochkaräter vergeben. Daheim waren wir öfters nicht konsequent genug", befand Eckert. Das war aber auf fremden Plätzen ganz anders. Denn dort netzten die TSV-Spieler 21 Mal ein.


    Zuschauer fehlen

    Auch Klaus Lemmer, Vorsitzender des TSV Großbardorf, ist mit dem Verlauf der laufenden Saison durchaus zufrieden. "Platz sieben ist in Ordnung. Denn wir hatten doch großes Verletzungspech. Deshalb mussten die Trainer zwangsläufig immer wieder improvisieren. Diejenigen, die die Verletzten ersetzen mussten, haben ihre Sache stets gut gemacht und die Lücken voll ausgefüllt", sagt der TSV-Vorsitzende. Allerdings ist es für Lemmer wichtig, dass das Team in der Bioenergie-Arena in den restlichen Heimspielen erfolgreicher als bisher agiert. Dabei hat er vor allem wirtschaftliche Auswirkungen im Hinterkopf. "Denn durch unsere weniger erfolgreichen Heimspiele fehlen doch immer einige Zuschauer. Das merkt man doch deutlich. Denn für mich als Vorsitzenden spielt auch der wirtschaftliche Bereich eine große Rolle." Lediglich 255 Besucher im Durchschnitt sind einfach für den Vorsitzenden zu wenig.

    Lemmer verwies auch auf die außergewöhnlich lange Verletzungsliste der Großbardorfer in der bisherigen Runde. Pascal Stahl konnte wegen seiner Verletzung nicht eine Minute mitwirken und auch Stammspieler wie Stefan Piecha, André Rieß, Marcel Hölderle, Marcel Wehr und Lukas Illig fielen längerfristig aus. Daneben mussten auch Tobias Breunig wegen Verletzung und Maximilian Zang (berufsbedingt) einige Male passen.

    Wie Lemmer lobt auch Schüler die Weiterentwicklung der jungen Spieler, die die Verletzten ersetzen mussten. Wer hätte vermutet, dass Akteure wie Innenverteidiger Ronny Mangold, Stürmer Lukas Dinkel, Xaver Müller, der aber auch zuletzt verletzt war, oder die Dietz-Brüder Christian, Florian und Maximilian so oft in der Anfangsformation stehen würden. Auch die Neuzugänge Benedikt Floth und Maximilian Mosandl, die vorher in der Kreisliga Rhön kickten, brachten gute Leistungen ein. Floth erzielte sogar zwei Treffer und Mangold, Dinkel, Mosandl und Florian Dietz gelangen jeweils ein Bayernligatreffer. Einmal war auch Manuel Orf, der während der Saison berufsbedingt die Grabfeld-Gallier verließ, erfolgreich. Erfolgreichster Torschütze ist bisher Björn Schönwiesner mit acht Toren, gefolgt von Shaban Rugovaj, der fünf Treffer erzielte. Dreimal netzten jeweils Kapitän Manuel Leicht und Dominik Zehe ein. Neben Floth durften auch Lennart Seufert und Maximilian Zang zweimal jubeln.

    Platz sieben halten oder sogar ein oder zwei Plätze gutmachen, so die Vorgabe für die restlichen Spiele von Andréas Lampert, der außerdem hofft, dass die gute Stimmung im Team weiterhin anhält und man die Weichenstellung für die kommende Runde angehen kann. Das Auftaktmatch findet am 10. März in der Bioenergie-Arena gegen Tabellenführer SC Eltersdorf statt, eine echte Standortbestimmung für Betz und sein Team. mad
    Redaktion

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