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    Bad Kissingen

    Die Kissinger Wölfe haben keine Punkte zu verschenken

    Die Vorweihnachtszeit ist eigentlich die Jahreszeit, in der man andere beschenkt. Doch Kissingen hat weder für Dingolfing noch für Schweinfurt Präsente.

    Kissingens Eugen Nold zeigt es an: Nur wer Tore macht, kann die Punkte für sich behalten. Und ein Sechs-Punkte-Wochenend...

    Das Feld von hinten aufrollen: So lautete die Devise des EV Dingolfing (5./28). Die "Isar Rats", die mit fünf Niederlagen am Stück in die Saison gestartet waren und erst gegen dem ESV Burgau zurück in die Spur fanden, fuhren nämlich zuletzt sieben Siege in Folge ein. Diese Siegesserie wurde erst von - genau - den Kissinger Wölfen (2./32) am vergangenen Sonntag gestoppt.

    Am Freitag (20 Uhr) folgt die Neuauflage dieses Duells, nun in Bad Kissingen. "Wir wissen jetzt, wie Dingolfing spielt, aber der Gegner weiß auch, wie wir spielen. Ein Rückspiel ist immer anders als ein Hinspiel, aber wir haben den Heimvorteil", sagt Wölfe-Boss Michael Rosin. Tabellarisch gesehen ist es ein Duell um einen der begehrten Top-5-Plätze, auch wenn Michael Rosin die "Isar Rats" nicht unbedingt als Kandidaten dafür sieht: "Da sehe ich eher andere als Aufrücker, die ein paar Spiele weniger haben als Dingolfing. Königsbrunn wird zum Beispiel kommen."


    Derby in Schweinfurt

    Trotzdem sind die Dingolfinger nicht zu unterschätzen. "Es hängt immer davon ab, welche Mannschaft die bessere Leistung auf das Eis bringt." Immerhin gelang dem EV in seiner Siegesserie auch gegen die Mighty Dogs ein umkämpfter 4:3-Heimsieg. Apropos Mighty Dogs: Am Sonntag (18 Uhr) folgt für die Kissinger Wölfe das Derby in Schweinfurt (3./31). "Wir werden sehen, was am Wochenende rauskommt, sechs oder fünf Punkte wären super", sagt Rosin. Denn um den Tabellenplatz zu festigen, dürfen die Kissinger Wölfe denen, die hinter ihnen stehen, keine Punkte schenken. "Dieses Jahr ist es in der Landesliga extrem schwer, unter die ersten Fünf zu kommen. Ich denke, Haßfurt ist durch, aber wir haben zum Beispiel ein Spiel mehr als andere. Die Plätze sind sehr eng und es kann jeder jeden schlagen", sagt Rosin.


    Harmonie im Team

    Für die Heimniederlage gegen die Mighty Dogs wollen sich die Kissinger Wölfe - wenn möglich - sportlich revanchieren. "Bis jetzt sind keine Ausfälle bekannt", sagt Rosin, "Wir hatten mehr Trainingseinheiten als sonst, es haben alle als Team trainiert." Und die Mannschaft harmoniere jetzt, den beiden Abgängen wird in Kissingen nicht nachgeweint. "Das Ziel von Richard Adam und Marc Zajic war unbekannt. Dass sie jetzt in Schweinfurt spielen, haben wir geahnt, aber wir haben passenden Ersatz gefunden", sagt Rosin.

    Ein Vorteil vor dem Derby für die Mighty Dogs seien die Neuzugänge aber nicht: "Sie wissen zwar, wie wir spielen, aber wir wissen ja auch, wie Richard Adam und Marc Zajic spielen." Nach Schweinfurt fahren die Spieler der Kissinger nicht als Gruppe, sondern jeder direkt. Auch die Fans organisieren sich selbst. "Am Sonntag wird es meiner Einschätzung nach knapp, die Frage ist nur, in welche Richtung es geht", blickt Rosin voraus.

    Bis Mitte Januar geht die Vorrunde - bis dahin geht es darum, unter die ersten Fünf zu kommen. Dabei ist es für Michael Rosin egal, ob er auf Platz Zwei oder Platz Vier steht: "In den Play-Offs werden die Karten neu gemischt. Wären da alle unterfränkischen Vereine dabei, wäre das nicht nur für die Zuschauer schön, sondern auch gute Werbung für das Eis in Unterfranken." Pia Schmitt

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