• aktualisiert:

    Wartmannsroth

    Gemeindewald wirft Gewinn ab

    Auch im kommenden Jahr wird es schwarze Zahlen geben, erfuhr der Gemeinderat in der ersten Sitzung des Jahres von der Forstbetriebs-Gemeinschaft Rhön-Saale.

    Der als "Braut" bezeichnete teuerste Eichenstamm kam aus der Abteilung Matzenhag und brachte bei der Submission 2567 Eur...

    Das Jahr 2018 beginnt für die Gemeinde Wartmannsroth mit einer frohen Nachricht, die der Revierförster Christoph Uffelmann dem Gemeinderat mit tiefschwarzen Zahlen überbrachte: nämlich rund 200 000 Euro Gewinn aus dem Gemeindeforst. Der als Braut bezeichnete teuerste Stamm kam aus der Abteilung Matzenhag und brachte bei der Eichenwertholz-Submission 2567 Euro.
    Im kommenden Jahr werde es auch schwarze Zahlen geben, aber nicht in der selben Höhe. Uffelmann rechnet dann wegen fälliger Investitionen vorsichtig nur mit etwa 84 000 Euro. Den Ergebnissen aus 2017 und der Betriebsplanung der FBG Rhön-Saale für 2018 gaben die Räte ihr Einverständnis. Bürgermeister Jürgen Karle kommentierte: "Ein erfreuliches Bomben-Ergebnis und ein aufschlussreicher Bericht". Uffelmann ist seit vergangenem Juni Revierförster der Forstbetriebs-Gemeinschaft (FBG) Rhön-Saale für die Gemeinde Wartmannsroth und den Markt Oberthulba.
    Der geplante Hiebsatz des Jahres 2017 von 4900 Festmeter (fm) sei fast auf den Punkt genau eingehalten worden, berichtete der Revierförster. Dabei seien die Schäden von Sturm und Käferbefall in Höhe von rund 440 fm berücksichtigt worden. Der Soll-Hiebsatz für heuer liege bei etwa 4600 fm als Richtwert, so Uffelmann. Die Einschlagsplanung verteilt sich auf 21 fm auf 2,7 Hektar Jungbestandspflege, 1056 fm auf 35,6 Hekar Jungdurchforstung, 1265 fm auf 26,6 Hektar Altdurchforstung und 2265 fm in der Endnutzung. Ungewiss ist, ob mit Schäden zu rechnen ist.
    Freilich kann nicht nur geerntet werden, es muss auch in Pflanzungen und Wege investiert werden. So zum Beispiel 4500 Buchen und 2000 Tannen in der Abteilung "Süßer Rasen" oder insgesamt 3100 Douglasien und 200 Elsbeeren in den Abteilungen Leite, Kürles, Lichte Eiche und Oberes Gemeindeholz für mehr als 20 000 Euro. Die Wege müssen gepflegt und instand gehalten werden, dafür rechnet Uffelmann mit rund 15 000 Euro Kosten. Weitere 13 000 Euro sind für den Neubau von 340 Meter Weg im Bereich Stadtweg (bei Windheim) eingeplant.
    Dass die Feuerwehr Heiligkreuz heuer ihre Selbstständigkeit verliert, wurde den Räten jetzt offiziell zur Kenntnis gegeben. Die beabsichtigte Fusion mit der Wehr Völkersleier sei zurzeit im Gange. Die Heiligkreuzer Floriansjünger würden dann zur Löschgruppe von Völkersleier, bestätigte Karle. Nachdem die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange keine schwerwiegenden Einwände hatten, stimmten die Räte jetzt der Aufhebung des Windheimer Bebauungsplans "Am Tannenberg" zu.
    Da das Sportheim in Schwärzelbach, das Schützenhaus Völkersleier und das Gemeinschaftshaus in Waizenbach auch von der Gemeinde zum Beispiel zu Versammlungen oder Wahlen genutzt werden, sollen diese nach einhelligen Beschluss einen Zuschuss in Höhe von 10 Prozent für die Unterhaltskosten (Strom, Heizung) erhalten. Auf die Eingaben und Wünsche aus den Bürgerversammlungen ging Karle detailliert für alle Ortsteile ein. Gerd Schaar

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)


      Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de?
      Dann jetzt gleich hier registrieren.