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    Bad Neustadt an der Saale

    Heimspiel für HSC: Ohne Wenn und Aber gewinnen

    Der HSC Bad Neustadt braucht gegen den SV Anhalt Bernburg einen Sieg, denn danach folgen drei Auswärtsspiele für die Rhöner.

    Für den HSC Bad Neustadt-Rhön (Filip Milutinovic beim Wurf) ist ein Sieg am Samstag gegen den SV Anhalt Bernburg Pflicht...

    HSC Bad Neustadt - SV Anhalt Bernburg
    (Samstag, 19.30 Uhr)
    "Wir wollen dieses erste Heimspiel im neuen Jahr auf jeden Fall gewinnen. Ohne Wenn und Aber", erklärt Margots Valkovskis, Coach des HSC Bad Neustadt-Rhön (12./13:17), vor der Partie gegen den SV Anhalt Bernburg (13./12:18). Um aber gleich ein "Aber" nachzuschieben. Die Gastgeber gehen aller Voraussicht nach gehandicapt in dieses Duell. Hinter dem Einsatz von Rechtsaußen Jan Wicklein steht ebenso ein dickes Fragezeichen wie hinter dem von Kreisläufer Franziskus Gerr, der sich am Freitag wegen einer Knieverletzung noch einer Kernspin-Untersuchung unterziehen musste.


    Revanche für Hinspiel

    Bei Gerr sieht es schlecht aus. "Ihn hätte ich besonders in der Abwehr dringend benötigt", so der Coach, der von einem intensiven Trainingsprogramm berichtet. "Es haben alle mitgezogen. Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut, wir gehen hochmotiviert in diese Begegnung." Dies ist angesichts der prekären Tabellensituation auch notwendig, "außerdem könnten wir mit einem Sieg den Vorsprung zu den Abstiegsplätzen vergrößern. Auch zum Gast, mit dem wir noch ein Hühnchen zu rupfen haben." Der HSC-Trainer spielt auf das Hinspiel an, das Bad Neustadt nach einem Einbruch in der zweiten Halbzeit deutlich mit 21:29 verlor.

    Nicht nur die Niederlage schmerzte damals. Auch die schwere Knieverletzung von Konstantin Singwald, der danach wochenlang ausfiel, gehört zu den unguten Erinnerungen des Gastspiels in Sachsen-Anhalt. Singwald gehörte nach seiner Rückkehr in den Kader zu den Leistungsträgern und war vor allem ein Pluspunkt in der Defensive. Diese gehört zu den stabilsten in der Liga, was maßgeblich dazu beitrug, dass die Valkovskis-Schützlinge immerhin das fünftbeste Heimteam der Liga in der Vorrunde waren. Dass es bis jetzt nicht zu einer besseren Platzierung reichte, lag an der Offensivschwäche. "Was wir an freien Würfen vergeben haben, ist unglaublich", so Valkovskis. Dieses Manko gilt es abzustellen. Eine große Chance besteht an diesem Samstag, zumal der Gast große Defizite im Abwehrverhalten hat. Das vom Altersdurchschnitt her jüngste Team der Liga (22 Jahre) kassierte in 15 Partien 425 Gegentore - 50 mehr als der HSC.


    Turbulenzen in der Vorrunde

    Beklagt wird beim letztjährigen Tabellenneunten der 3. Liga Nord die Formschwäche der beiden Torhüter Max Folchert und Florian Link. "Es gab Spiele, da haben die beiden maximal zehn Bälle pariert", erklärte Coach Enrico Nefe in einem Interview. Überhaupt war die Vorrunde der Gäste von Turbulenzen geprägt. Der im Sommer verpflichtete Coach Hendrik Tuschy trat Anfang Oktober zurück, interimsmäßig übernahmen der sportliche Leiter Enrico Nefe und der mit dem Verein verbandelte lettische Nationaltrainer Armands Uscins die Trainingsarbeit. Diese wirkte sich wenig positiv aus. Nach einer kleinen Erfolgsserie beendete Bernburg die Vorrunde mit fünf Niederlagen in Serie. Die Talfahrt sehen die Verantwortlichen auch darin begründet, dass es etliche Verletzungsprobleme gab. Diese setzten sich im neuen Jahr fort. Der junge Marc Godon wird, weil ihm neuerlich Bänder im linken Sprunggelenk gerissen sind, fehlen. "Trotzdem ist Bernburg ein gefährlicher und ernst zunehmender Gegner", weiß Margots Valkovskis. "Angesichts von dann drei Auswärtsspielen in Folge täten uns zwei Punkte sehr gut."

    Dass man beim HSC Bad Neustadt mit einer weiteren Drittliga-Saison rechnet, beweist die erste Neuverpflichtung für die Saison 2018/19. Vom HSC Coburg wechselt der 25-jährige Maximilian Drude nach Bad Neustadt. Peter Balthasar

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