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    Bad Bocklet

    Kurhaus soll modernisiert werden

    Umfangreiche Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten plant die Caritas Einrichtungen gGmbH in Bad Bocklet.

    Der Verbindungsbau zum Wilhelmine-Lübke-Haus soll erneuert werden. Foto: Björn Hein

    In der Gemeinderatssitzung in Bad Bocklet ging es unter anderem um Bauanträge der Caritas Einrichtungen gGmbH für ein Anwesen in der Kurhausstraße in Bad Bocklet. Wie Geschäftsleiter Thomas Beck mitteilte, plant der Bauherr hier die Erweiterung des Küchentraktes sowie die Erneuerung des Verbindungsbaus. Hier sind Toiletten und der Verbindungsflur zum Wilhelmine-Lübke-Haus geplant.
    Wie Beck weiter ausführte, sollen die WC-Anlage im denkmalgeschützten Wirtschaftsgebäude zu Gunsten eines großzügigen Eingangsbereiches zurückgebaut, der Zugang auf die Empore verlegt und zwei im zukünftigen WC-Bereich liegende Fenster verschlossen werden. Außerdem sollen die Fenster- und der Fassadenanstrich erneuert werden. Dem Vorhaben erteilte der Gemeinderat einstimmig seine Zustimmung.


    Größerer Empfangsbereich

    Ein weiterer Bauantrag der Caritas Einrichtungen gGmbH betrifft den Umbau und die Modernisierung des Fürstenbaus in der Kurhausstraße in Bad Bocklet. "Der Bauherr plant Umbaumaßnahmen im Unter-, Erd- und Obergeschoss des bestehenden denkmalgeschützten Fürstenbaus", so Beck. Die Verbindungsbauten würden dabei baulich nicht verändert. So soll die Badeabteilung, die sich derzeit im Untergeschoss befindet, zu Aufenthaltsräumen für Gäste umgeplant werden. Im Erdgeschoss werden die vorherigen Nutzungen als Kapelle, Empfangs-, Verwaltungs- und Aufenthaltsbereich zu einem vergrößerten Empfangs- und Verwaltungsbereich erweitert. "Außerdem soll ein Windfang am Haupteingang angebaut werden", erklärte Beck. Im Obergeschoss, das momentan nur aus Gästezimmern besteht, sollen zukünftig vier Gästezimmer, eine Kapelle und ein Meditationsraum entstehen. Auch hier wird der Fenster- und Fassadenanstrich erneuert werden.


    Ruhezeiten beachten

    Auch diesem Vorhaben stimmte der Gemeinderat zu. Uli Dickas, der Direktor des Caritas-Kurhauses in Bad Bocklet, der bei der Gemeinderatssitzung anwesend war, sagte, dass die Baumaßnahmen Ende Februar / Anfang März beginnen sollen und Ende 2018 bzw. Anfang 2019 abgeschlossen sein sollen. Bürgermeister Andreas Sandwall meinte, dass beim Bauvorhaben der rechtliche Rahmen in Bezug auf die Lärmbelästigung eingehalten werden muss, außerdem sind dabei die Ruhezeiten, die in Bad Bocklet gelten, zu beachten. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden die Stellungnahmen aus der erneuten Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange für das Baugebiet "Kleinfeldlein" in Bad Bocklet behandelt. Mit einer Gegenstimme wurde die Satzung beschlossen, mit der Bekanntmachung derselben tritt der Bebauungsplan in Kraft.
    Beraten wurde ebenso über den Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft Elektromobilität im Landkreis Bad Kissingen, der Beschluss zum Beitritt fiel einstimmig.


    Bestandsanalyse

    In einem weiteren Punkt wurde über ein integrales Konzept zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement beraten. "Das Konzept besteht aus verschiedenen Bausteinen", erklärte Bürgermeister Andreas Sandwall. So soll zuerst eine Bestandsanalyse erfolgen, anschließend sollen die Gefahren einer Sturzflut ermittelt werden. Nach deren Beurteilung werden dann die Schutzziele festgelegt. Die konzeptionelle Maßnahmenentwicklung schließt sich an, danach wird eine integrale Strategie zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement entwickelt. Zur Erstellung des beschriebenen Konzepts werden Ingenieursleistungen gefördert. "Der Fördersatz beträgt 75 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Die maximale Förderung je Vorhaben beträgt 150 000 Euro", erläuterte Kämmerer Patrick Könen. Im Falle der gemeinsamen Antragsstellung der Allianzkommunen verbleiben - bei Unterstellung der maximalen Förderung - für dem Markt Bad Bocklet Restkosten zwischen 12 000 und 14 000 Euro.
    "Geht es hier nur um das Oberflächenwasser oder auch um die Kanäle?", fragte Uto Paul Schmitt. Thomas Beck antwortete, dass sowohl ober- als auch unterirdisch Daten erfasst würden. "Das muss unbedingt angepackt werden", sagte Antje Kopp. Denn schließlich nähmen die Starkregenereignisse zu, dem müsse man mit Maßnahmen entgegenwirken. Dieser Meinung war auch der restliche Gemeinderat, und so beschloss man einstimmig, ein solches Konzept entstehen zu lassen, sei es nun auf der Allianz-Ebene oder auf Marktebene. Die Verwaltung wurde beauftragt, die notwendigen Schritte schnellstmöglich in die Wege zu leiten.


    Bauanträge

    Einstimmig genehmigt wurde ferner der Neubau eines Wohnhauses mit Doppelgarage in der Lindenstraße in Nickersfelden. Positiv beschieden wurde auch der Tekturantrag, der die Errichtung einer Außentreppe an den Balkon in der Riemenschneiderstraße in Steinach vorsieht.
    Ein weiterer Tekturantrag beinhaltete die Gartenauffüllung mit massiver Einfriedung im "Kleinfeldlein" in Bad Bocklet. Auch diesem Vorhaben wurde stattgegeben.

    Björn Hein

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