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    Lilian Heid ist die Meisterin des letzten Versuchs

    Gold für die Hammelburgerin im Weitsprung und Silber für Teamkollegin Lena Weigand über 60 Meter Hürden bei der bayerischen Meisterschaft.

    Zwei junge Leichtathletinnen vom TV/DJK Hammelburg sorgten bei den Bayerischen Hallenmeisterschaften für eine faustdicke Überraschung. In Fürth holte sich Lilian Heid den Titel im Weitsprung der W15 und Lena Weigand gewann Silber über 60 Meter Hürden. Lilian Heid ist auch eine wahre Meisterin des sechsten und damit letzten Sprungs. Schon vor zwei Wochen holte sie sich mit einem gewaltigen Satz auf 5,30 Meter noch Silber bei den Nordbayerischen Meisterschaften. Jetzt bei den Bayerischen Meisterschaften setzte sie im Weitsprung sogar noch einen drauf. Nach fünf Versuchen lag die Fuchsstädterin eigentlich schier aussichtslos zurück auf Rang vier. Lediglich 5,02 Meter standen aus den ersten fünf Versuchen zu Buche.

    Was sie allerdings im sechsten Versuch in die Grube brachte, ist kaum zu erklären. Da landete sie bei hervorragenden 5,42 Metern. "Diesen Sprung hat sie einfach optimal getroffen", sagt Angelika Franz-Fella, die neben ihrem Mann Paul Fella für das Jugend-Training in Hammelburg zuständig ist. "Im Winter steht bei uns das Techniktraining etwas hinten an. Vielmehr investieren wir da sehr viel Zeit in allgemeines Grundlagentraining mit viel Athletik und zahlreichen kurzen Läufen auf der Tartanbahn. Für mich ist es daher nicht unbedingt überraschend, dass es da auch mal im Einzelfall im Weitsprung so weit gehen kann", erklärt Paul Fella.

    In sogenannten gleichberechtigten Zeitläufen wurden die Landesmeister der Altersklasse W15 über die 60 Meter Hürden gekürt. Lena Weigand, die noch bei den Nordbayerischen Meisterschaften aufgrund eines Fehlstarts disqualifiziert wurde, war in ihrem Zeitlauf wieder schnell aus den Startblöcken. Dieses Mal allerdings völlig regelkonform. Schon nach der ersten Hürde hatte sie die Führung übernommen. In flotten 9,46 Sekunden überlief sie die sechs Hürden und gewann ihren Lauf mit persönlicher Bestleistung. Im letzten Zeitlauf wurde diese Zeit allerdings noch von einer Sportlerin unterboten, so dass Lena Weigand in der Addition aller Läufe Zweite über die 60 Meter Hürden wurde. Paul Fella sieht bei ihr für den Sommer sogar noch Steigerungspotential. "Sie ist beim Überqueren der Hürden noch zu lange in der Luft. Wenn sie das abstellen kann, wird sie noch schneller laufen können", prophezeit Fella. Eine neue persönliche Bestleistung von 10,60 Meter im Kugelstoßen der Altersklasse W15 konnte Teamgefährtin Elisa Eich nur bedingt trösten. Ihr fehlten am Ende als Vierte gerade einmal fünf Zentimeter zu Bronze. Im Sprint über 60 Meter erreichte sie als Erste ihres Vorlaufes in 8,20 Sekunden souverän das Finale der besten Acht. Mit exakt der gleichen Zeit, die einen neuen Hausrekord bedeutete, wurde sie am Ende gute Fünfte der Bayerischen Hallen-Meisterschaften.

    Die Hammelburger Jugendlichen hatten sich darüber hinaus noch für weitere Wettbewerbe der Altersklasse W15 qualifiziert. Lena Weigand wurde im B-Finale über 60 Meter in 8,36 Sekunden Dritte. Lilian Heid wurde als Sechste in 8,42 Sekunden gestoppt. Zudem landete die Weitsprungtitelträgerin über 60 Meter Hürden in 10,10 Sekunden auf dem 13. Rang. Lena Weigand wurde im Weitsprung mit 4,91 Metern Achte, Elisa Eich verbuchte mit 4,87 Meter den neunten Rang. Diese Vielseitigkeit will das Hammelburger Trio auch in zwei Wochen bei den Bayerischen Mehrkampf-Meisterschaften in Fürth wieder an den Tag legen. Da wollen sie zumindest in der Teamwertung in die Medaillenränge. In der Einzelwertung liegen die Hoffnungen auf Edelmetall vor allem auf die letztjährige Bayerische Siebenkampf-Vizemeisterin Elisa Eich.

    Im Sprintwettbewerb über 60 Meter der U20 qualifizierte sich Niclas Floth (LAC Quelle Fürth) als Vorlaufsieger mit 7,20 Sekunden locker für den Endlauf. "Vor dem Finale habe ich mir wohl zu viel Druck gemacht. Ich bin im letzten Drittel völlig verkrampft", war danach die Analyse des Nüdlingers, der über 60 Meter eine Medaille wollte und am Ende in 7,25 Sekunden Platz acht belegte.
    Dennoch musste Niclas Floth nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten. Im Staffellauf über 4 x 200 Meter verhalf er seinem Team vom LAC Quelle Fürth zu Gold. In einem spannenden Rennen setzten sich die Mittelfranken in 1:33,05 Minuten knapp gegen das Quartett der TG Kitzingen durch. Reinhold Nürnberger

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