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    Hammelburg

    Saalefrauen werden auf eine harte Probe gestellt

    Weiterhin keine Punkte, aber neue Verletzungen bei den First Ladies des TV/DJK Hammelburg.

    Jana Baumgart (links) und Theresa von Waldenfels hatten durchaus ihre Erfolgserlebnisse im Spiel gegen den TV Altdorf, ...

    TV Fürth 1860 - TV/DJK Hammelburg 3:0 (25:17, 25:22, 25:16).
    "Das war der klassische Spieltag zum Vergessen", fasste Co-Trainer Patrick Franke den desolaten Auftritt seiner Mädels in Fürth zusammen. In der nur 65 Minuten dauernden Partie stellte die Mädels bereits das Aufwärmen vor unüberwindbare Hürden. "Die Halle war nämlich super kalt, sodass die Zuschauer alle in dicke Jacken eingehüllt am Spielfeldrand saßen, eigentlich unzumutbar", ärgerte sich Franke auch über die Rahmenbedingungen. "Wir haben in keinem Satz in unser Spiel gefunden, somit konnten taktische Anweisungen auch zu keinem Zeitpunkt umgesetzt werden. Die Mädels waren einfach nicht anwesend, was vielleicht einfach an der gestrigen Frustniederlage gegen Altdorf lag", versuchte der Hammelburger Co das zuvor Gesehene zu erklären. Und hätte das an diesem grauen und trüben Sonntag nicht schon gereicht, verletzte sich Zuspielerin Selina Helfmann ausgerechnet beim vorletzten Ball bei einer Blockaktion. "Das ist natürlich ganz, ganz bitter. Wenn sich bei Selli eine Kapselverletzung am Finger bewahrheitet, dann weiß ich nicht, wie wir in dieser Saison überhaupt noch eine Mannschaft stellen sollen", so Franke, dessen Team nach diesem Wochenende zu einem viel zu frühen Zeitpunkt im Abstiegskampf angekommen ist.

    TV/DJK Hammelburg - TV Altdorf  1:3 (23:25, 27:25, 14:25, 23:25).
    Zu den unangenehmsten Arten ein Spiel zu verlieren, gehört diese: Man führt in drei Sätzen teilweise deutlich und gibt alle drei am Ende doch noch ab. So widerfuhr es den Hammelburger Damen gegen Altdorf, für Trainer Oliver Möller absolut unerklärlich: "Es ist ein Problem, welches wir zu Beginn der Saison hatten und was eigentlich abgestellt war. Wir spielen gut, sind in Führung, teilweise haushoch, und auf einmal ist da diese unsichtbare Wand und nichts klappt mehr. Auf der anderen Seite ziehe ich meinen Hut davor, wie die Mädels an sich geglaubt und sich den zweiten Satz erfightet haben, das war Wahnsinn. Aber insgesamt lagen Genie und Wahnsinn zu dicht beieinander." Zuvor hatte der Coach ein Wechselbad der Gefühle erlebt, sein Gesichtsausdruck schwankte zwischen Zuversicht, Verzweiflung und blankem Entsetzen.  11:4 lautete die trügerisch-komfortable Führung im ersten Durchgang. Druck im Angriff und eine konzentrierte Feldabwehr waren die Punktegaranten. Beim 18:12 folgten wiederholt kleine Aussetzer, während sich der Altdorfer "Gästeblock" als echtes Erfolgsmodell entpuppte. Hammelburg brachte kaum noch Angriffe durch, der Vorsprung schmolz stetig dahin und Altdorf schaffte die Wende.

    Ähnlicher Spielerverlauf im zweiten Durchgang. 4:0-Blitzstart durch eine Aufschlagserie von Selli Helfmann, später stand es 18:13. Reicht? Denkste! Denn erneut erbeuteten die Altdorferinnen Punkt um Punkt. Olli Möller schlug die Hände vorm Gesicht zusammen. Obwohl Altdorf sogar einen Satzball hatte, waren es die  Saalestädterinnen, die sich über den Satzgewinn freuen durften.
    "Rien ne va plus" im dritten Satz, in dem sich nicht nur Hammelburgs Co-Trainer Patrick Franke wünschte, einfach mal anderes Personal aufs Feld beordern zu können: "Da habe ich ganz neidisch auf die Gegner geschaut, die munter durchgewechselt haben, während uns auf Grund der personellen Situation schlicht und einfach die Hände gebunden waren." Hammelburger Führung bis zur Satzmitte - die Dinge sollten sich wiederholen. Altdorf drehte nicht nur an der Dezibelzahl, sondern erneut den Satz: "Das war absolut frustrierend", fasste Olli Möller die vermeidbare Niederlage zusammen. Oliver Wendt

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