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    Bad Kissingen

    Verzückendes Muskelspiel der Kissinger Wölfe

    Beim hochgehandelten EHC Königsbrunn hinterlassen die Kurstädter eine Duftmarke mit dem Shut-Out für Goalie Donatas Zukovas.

    EHC Königsbrunn - Kissinger Wölfe 0:4 (0:1, 0:2, 0:1).
    Diese Botschaft kam an. Wurde ja auch höchstpersönlich zugestellt. Von den Kissinger Wölfen, die ihrem Kontrahenten einfach mal Bescheid geben wollten, wie denn die aktuellen Kräfteverhältnisse zu bewerten sind. In der Verzahnungsrunde werden sich beide Teams erneut in zwei Spielen gegenüberstehen - und trotz ihrer DEL-erfahrenen Verstärkungen bleiben die Königsbrunner ein schlagbarer Kontrahent. Schon die Mighty Dogs hatten bei den Brunnenstädtern unlängst geglänzt beim 5:1, jetzt zogen die Kurstädter nach, die natürlich ihren Goalie Donatas Zukovas feierten für seinen Shut-Out. Kein Gegentor gegen einen solchen Gegner, das ist allemal ein Statement, auch wenn mit Matthias Forster einer der Topscorer fehlte. Kurz vor Spielende hatte der Litauer zur Krönung seiner famosen Leistung einen Penalty entschärft. "Die Einstellung hat zu hundert Prozent gepasst. Qualität muss man auch aufs Eis bringen, wir haben das geschafft", freute sich Wölfe-Vorsitzender Michael Rosin. Vor über 400 Zuschauern hatte Alexei Zaitsev die Unterfranken in Führung gebracht (13.), im Mitteldrittel erhöhten Eugen Nold (27.) und der starke Zaitsev (37.), ehe Brett Wur sechs Sekunden vor Spielende mit einem Empty-Net-Goal zum Endstand traf.

    Der Gala der Kurstädter hatten die Königsbrunner oft nur Härte entgegenzusetzen. Was sich die Gäste nicht gefallen ließen, bei denen Viktor Ledin und Niko Grönstrand jeweils 10-Minuten-Strafen kassierten. Womit der Finne im letzten Vorrundenspiel am Sonntag gegen den ESC Vilshofen pausieren muss. Am Start soll dagegen der nächste Neuzugang sein. Auf Vermittlung von Alexei Zaitsev wird Nikolai Kiselev in den Wolfsbau wechseln. "Wir wollen an die vergangene Saison anknüpfen und zum Saisonhöhepunkt mit unseren Fans wieder Eishockey-Feste feiern. Mit weiteren Derbys, aber auch interessanten Spielen gegen die drei Bayernligisten", sagt Rosin.
    Bessere Testspiele absolvierten derweil die beiden anderen unterfränkischen Vereine. Nach der 6:8-Derby-Niederlage am Freitag gegen den ESC Haßfurt siegten die Mighty Dogs mit 9:2 in Vilshofen, während die "Hawks" das Wochenende perfekt machten mit dem 11:2-Erfolg gegen Freising.

    Die gute Leistung in Königsbrunn hatte Mikhail Nemirovsky mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen. "Jetzt muss die Form stimmen. Auf Knopfdruck mit Beginn der Verzahnungsrunde wird das schwierig", sagt der 43-Jährige, der am Sonntag sein Comeback anpeilt, in einer Reihe mit Alexei Zaitsev und Neuzugang Kiselev, mit dem die Kissinger schon Anfang Dezember in Verbindung standen. Die zweite Reihe bilden Christian Masel, Anton Seewald und Eugen Nold, die dritte Reihe Brett Wur, Roman Nikitin und Viktor Ledin. "Das ist enorme Qualität. Schon das Training ist auf sehr hohem Niveau", sagt der Trainer, der ebenfalls ein Lob für seinen Goalie parat hatte. "Don hat ein super Spiel gemacht, er war immer in Position und top konzentriert." Jürgen Schmitt

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