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    Bad Neustadt an der Saale

    Viele Faktoren für das Abrutschen des HSC

    Die Halbzeitbilanz vom Trainer des HSC Bad Neustadt, Margots Valkovskis, fällt durchwachsen aus.

    Zuletzt wurden die Gelegenheiten seltener, in denen HSC-Trainer Margots Valkovskis (im Bild) seiner Mannschaft Beifall k...

    Stark angefangen, aber auch stark nachgelassen. So lässt sich die Bilanz der Hinrunde des Handball-Drittligisten HSC Bad Neustadt zusammenfassen. Zwischenzeitlich griff die Mannschaft von Trainer Margots Valkovskis - erfolglos - nach der Tabellenführung, ehe sie in ein tiefes Loch fiel. Mit 13:17 Punkten zur Halbzeit müssen die Rot-Weißen ihre Blicke derzeit nach unten richten. Die Abstiegszone ist drei Zähler entfernt, die Konkurrenten haben freilich alle noch eine Partie in der Hinterhand.

    "Vor Saisonbeginn hätte ich gesagt: eine 15:15-Bilanz wäre okay", sagt Valkovskis, "so aber bin ich nicht zufrieden, wie es am Ende gelaufen ist." Jeder, auch er selbst, müsse in den Spiegel schauen und analysieren, welche Fehler er gemacht habe, fordert Valkovskis. Er lässt dabei im Ungefähren, was er sich selbst ankreidet. "Bei manchen Dingen habe ich vielleicht nicht rechtzeitig reagiert, bei anderen zu früh."


    Problemposition Halbrechts

    Erstaunlicherweise war die sportlich erfolgreichste Phase der Hinrunde die, in der die Mannschaft von Verletzungssorgen geplagt wurde. Konstantin Singwald, Martin Bieger, Filip Milutinovic, Vilim Leskovec und Felix Wolf fehlten teilweise gleichzeitig und wochenlang. "Da haben wir gute Notlösungen gefunden", sagt Valkovskis und räumt ein: "Die Verletzten dann wieder einzubauen, hat nicht so gut geklappt." Als Problemposition identifiziert der HSC-Trainer nach wie vor Halbrechts. Die Linkshänder Filip Milutinovic und Adam Pal wussten ihn nicht restlos zu überzeugen: "Filip hat gut angefangen, hat nach seiner Verletzung aber nicht mehr das vorherige Niveau erreicht. Adam war in seinen Leistungen zu wechselhaft."

    Daneben habe man es nicht geschafft, in der zweiten Hälfte der Vorrunde zum angestrebten Hochgeschwindigkeitshandball zurückzukehren, den man in der Phase der personellen Engpässe hatte sein lassen. Dazu kamen individuelle Schwächen im Abschluss. "Zuletzt in Hanau haben wir 16 hundertprozentige Chancen liegen lassen. Hätten wir nur die Hälfte verwertet, hätte es schon gereicht", schüttelt Valkovskis den Kopf, weil er weiß: "Erwachsenen kann man nicht mehr beibringen, wie man Tore wirft."


    Keiner trifft so selten wie der HSC

    So weist die Tabelle den HSC als die torungefährlichste Mannschaft der Liga aus. Gleichzeitig stellt der HSC die zweitbeste Abwehr, was sich im Normalfall aber deutlich positiver im Klassement bemerkbar machen sollte. "Die Abwehr steht. Das ist super", sagt Valkovskis, "davon müssten wir aber mehr profitieren können." Trotz des guten Werts nimmt er seine Torhüter nicht von der Kritik aus, zumindest was die vergangenen Wochen betrifft: "Am Anfang haben sie die Bälle gehalten, die sie halten mussten, und uns mit weiteren Paraden geholfen. Diese Hilfe kam am Ende nicht mehr."

    Schließlich sei ab Ende Oktober auch noch die nachlassende Kraft zu einem Faktor geworden: "Vielleicht war die Belastung am Ende etwas zu hoch", sagt Valkovskis. Dem die Negativserie mit vier Niederlagen am Stück im November schwer im Magen liegt. Und der sich mächtig über die Heimniederlagen gegen die U23 des HC Erlangen und gegen den TV Großsachsen ärgert: "Die waren unnötig, weil wir unsere Gegner selbst stark gemacht haben." Gegen Großsachsen brachte der HSC bekanntlich das seltene Kunststück fertig, in den letzten 18 Minuten einen Sechs-Tore-Vorsprung zu verzocken. Ähnliche Muster bemängelt Valkovskis auch in der Analyse der jüngsten Spiele in Magdeburg und Hanau: "Da haben wir es im Prinzip auch nicht schlecht gemacht, haben aber ebenfalls unsere Gegner im Spiel gehalten."

    Es liegt also einiges an Arbeit vor Valkovskis und seinen Mannen in der langen Pause, die am 13. Januar mit dem Heimspiel gegen Anhalt Bernburg endet. Eine Partie, die durchaus richtungsweisenden Charakter haben könnte. Nach einer Woche mit individuellen Trainingsplänen bittet Valkovskis ab diesen Montag wieder zu gemeinsamen Einheiten. Ab 22. Dezember haben die Spieler frei, los geht es im neuen Jahr wieder ab dem 3. Januar. Gesucht wird noch ein Turnier am Dreikönigswochenende. "Da haben wir noch nichts Passendes gefunden", sagt Margots Valkovskis. Redaktion

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