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    KNETZGAU

    Ärger wegen bewusst zerstörter Laufparadies-Schilder

    Reichlich Diskussionsstoff gab es im Knetzgauer Gemeinderat – auch, als es um zerstörte Hinweisschilder für die „Laufparadies“-Schilder ging.

    Reichlich Diskussionsstoff gab es im Knetzgauer Gemeinderat – auch, als es um zerstörte Hinweisschilder für die „Laufparadies“-Schilder ging.

    Die Wanderwege im Bereich der 5-Sterne-Gemeinden sollen neu konzeptioniert und an die wandertouristische Entwicklung angepasst werden. Die Kosten für das Konzept und dessen Umsetzung hat die federführende Gemeinde Rauhenebrach durch die ILE-Managerin Ulla Schmitt mit 300 000 Euro ermittelt. Aus Naturparkmitteln soll eine Förderung von 50 Prozent beantragt werden. Den verbleibenden Betrag sollen die fünf Kommunen finanzieren. Dabei würden auf jede Gemeinde Kosten in Höhe von 30 000 Euro entfallen. Udo Rhein aus Sand, Sprecher der Wanderwarte, stellte das Konzept während der Sitzung ausführlich vor. Ziel ist es, die Wanderregion aufzuwerten. Dabei soll unter anderem der veraltete Schilderwald und verwitterte Infotafeln erneuert und auseichend Ruheplätze bereitgestellt werden.

    Die Gemeinde Knetzgau trägt die kostenmäßige Gesamtverantwortung für den Landkreis und aller 25 Kommunen, die am Laufparadies beteiligt sind. Zu diesem Thema äußerte sich Bürgermeister Stefan Paulus im Anschluss an die Ausführungen für das neue Konzept mit kritischen Worten.

    Der mit den Vorwürfen an die Wanderwarte konfrontierte Udo Rhein, bewusst Schilder des Laufparadieses zu zerstören, bestätigte die Aussagen. Er führte diese aber darauf zurück, dass er über das Projekt „Laufparadies“ nicht informiert wurde. Nach einem Vermittlungsgespräch unter anderem mit Landrat Wilhelm Schneider im Jahr 2014 wurden laut Rhein keine Beschädigungen mehr vorgenommen.

    Marco Depner widersprach dem und stellte fest, dass auch in diesem Jahr Schilder des Laufparadieses bewusst unkenntlich gemacht wurden. Bürgermeister Paulus gab zu bedenken, dass derartige Aktionen in erster Linie die Region schwächen. „Wir kämpfen um jeden Besucher und dann zerstören gerade solche Personen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Region zu stärken, mutwillig ein Projekt, das bundesweit Beachtung und Aufmerksamkeit erfährt“. Udo Vogt (FDP/FB) stellte in Frage, ob er einer fünfstelligen Eurosumme für die Sanierung der Wegebeschilderung zustimmen könne, wenn gleichzeitig ein bundesweit hervorragendes Laufprojekt bewusst zerstört werde.

    Udo Vogt und Bürgermeister Paulus lobten ausdrücklich den Oberschwappacher Wanderwart Klaus Riegler, der seit zwei Jahren hervorragende Arbeit in der Gemeinde mache. Gemeinderätin Barbara Hein (CSU) lobte generell die Arbeit der Wanderwarte, appellierte aber an die Vernunft, gemeinsam Konzepte zu entwickeln, die auch Platz für das Laufparadies zulassen. Bernhard Jilke (FDP/FB), Fan der 5-Sterne-Wanderung, betonte, dass mit solchen Aktionen ein Stück Gemeinschaftsgefühl verloren gehe. Immerhin hätten es sich die 5-Sterne-Gemeinden zum Ziel gesetzt, die Region zu stärken und nicht kaputtzumachen.

    Das Gremium folgte der Verwaltung, zunächst nur für die Erstellung des Konzeptes Gelder zur Verfügung zu stellen. Grundsätzlich zeigt sich der Gemeinderat mit der Neukonzeption der Wanderwege einverstanden, allerdings sei die Gemeinde als Projektträger für das Laufparadies eng einzubinden. Wegen der Digitalisierung und der Darstellung im Internet, ist mit der ARGE Landkreistourismus Kontakt aufzunehmen.

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