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    EBERN / KREIS HASSBERGE

    Kreisverband für Gartenbau: „Passt mir auf die Heimat auf“

    Voll besetzt war die Frauengrundhalle in Ebern, als der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Haßberge zur jährlichen Mitgliederversammlung eingeladen hatte.

    Voll besetzt war die Frauengrundhalle in Ebern, als der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Haßberge zur jährlichen Mitgliederversammlung eingeladen hatte.

    Neben dem offiziellen Teil, in dem Geschäftsführer Guntram Ulsamer zusammen mit seinem Kollegen Johannes Bayer Rechenschaft ablegte über das Verbandsgeschehen im vergangenen Jahr, stellte die Kreisführung die diesjährige Pflanze des Jahres vor. Der Kreisverband ehrte verdiente Mitglieder und Vereine und präsentierte das Jahresprogramm für 2017. Wichtigster Punkt auf der Tagesordnung war die Neuwahl der Geschäftsführung und des Vorstandes.

    Viel Bewegung

    Dass die Gartenbauvereine im Landkreis einiges bewegen, das wurde nicht nur beim Rückblick der Geschäftsführer deutlich. Einen Teil dieser Bewegung machen auf jeden Fall die vom Kreisverband organisierten Veranstaltungen und Fortbildungen aus, bei denen nicht nur Wissen erworben wird, sondern auch immer wieder Kontakte geknüpft werden.

    Ein großer Aspekt der Arbeit in den einzelnen Ortsvereinen ist die Verschönerung des Ortsbildes. Und hier gibt es einen Bereich, der immer wieder Aufmerksamkeit erfordert: die Bildstöcke und Marterl, die von den Vereinen oft liebevoll in Szene gesetzt werden.

    Dieses Engagement würdigte der Kreisverband ebenso wie die Arbeit mit den Nachwuchsgärtnern in den Kinder- und Jugendgruppen.

    Zur Pflanze des Jahres 2017 kürte der Kreisverband die Haselnuss, die viele Vereine am Ende des Abends auch mit nach Hause nehmen konnten. Sicher werden dadurch die Orte weiter aufgewertet.

    Dass die Gartenkultur im Landkreis lebendig ist und in den vergangenen Jahren auch wieder eine gewisse Renaissance erlebt hat, das würdigte nicht nur Landrat Wilhelm Schneider. Auch der gastgebende Bürgermeister Jürgen Hennemann bedankte sich bei den Obst- und Gartenbauvereinen für ihr vielfältiges Engagement in den Orten: „Sie leben es vor. Wenn wir selbst etwas in die Hand nehmen, dann geht was voran.“

    Und der Landrat bat um die tatkräftige Mitarbeit der engagierten Gartenbauer: „Halten Sie unser Schiff auf Kurs. Der Weg verändert sich zwar ständig, aber er führt doch immer in die gleiche Richtung, in Richtung einer lebens- und liebenswerten Heimat für uns alle.“

    In diesem Sinne würdigte Guntram Ulsamer auch den interkulturellen Garten in den Angerteilen in Ebern. Hier werde das deutlich, was Gartenarbeit ausmache: zusammen arbeiten, um gute Ergebnisse zu erzielen. Dazu kämen die unterschiedlichen gärtnerischen Erfahrungen, die sowohl Einheimische als auch Flüchtlinge hier einbrächten, so dass jeder noch etwas lernen könne.

    Überschattet wurde die Veranstaltung vom plötzlichen Tod Leo Derras vom OGV Neubrunn. Der hatte sich über 24 Jahre – zusätzlich zum Engagement in Neubrunn – auch im Kreisverband eingebracht. Dafür wollten die Verantwortlichen sich erkenntlich zeigen. Statt Leo selbst nahm nun Sohn Uwe die Auszeichnung und den vielfältigen Dank der Versammlung entgegen. Im Namen seines Vaters bedankte er sich bei den langjährigen Weggefährten. Und er brachte ihnen nahe, wie wichtig dies seinem Vater immer gewesen war.

    Besonders positiv sahen die Verantwortlichen im Kreisverband die Tatsache, dass sich im vergangenen Jahr alleine zwölf Vereine beim Kinder- und Jugendwettbewerb „Was kreucht und fleucht denn da?“ eingebracht hatten. Auch sonst werden Wettbewerbe gerne angenommen. Der große Gartenwettbewerb läuft in diesem Jahr unter dem Motto „Natur im Garten“. Auch hier hofft man wieder auf zahlreiche Teilnahme.

    Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung nahmen die anwesenden Vereinsvorstände gerne die Möglichkeit wahr, sich mit Saatgut einzudecken, sich rege untereinander auszutauschen und die anwesenden Selbstvermarkter zu unterstützen.

    Reibungslose Neuwahl

    Der wichtigste Teil des offiziellen Teils war aber ohne Frage die Neuwahl. Diese ging dank guter Vorbereitung zügig und ohne Probleme über die Bühne. Es schieden vier Mitglieder aus dem Vorstand aus: Peter Kirchner, der bisherige zweite Vorsitzende, und die Beisitzer Leo Derra, Rolf Bößert und Werner Heyn.

    „Passt mir auf die Heimat auf. Unner Enkel und denna ihr Enkel – die ham a Recht drauf.“ Diese Bitte und Mahnung gab Peter Kirchner als Abschied, gekoppelt mit ein paar Dankesworten an seine langjährigen Mitstreiter und alle Bürger, mit auf den Weg. Und er forderte: „Red net drüber, machts!“

    Ehrungen

    Ehrennadel in Bronze:

    Franz Bayer, OGV Kerbfeld

    Michael Dros, OGV Ermershausen (nicht anwesend)

    Ehrennadel in Silber:

    Manfred Krönert, OVG Eltmann (nicht anwesend)

    Armin Manietta, OGV Eichelsdorf

    Walter Zapf, OGV Eichelberg

    Ehrennadel in Gold:

    Margit Kraus, OGV Altenstein

    Ehrennadel mit Kranz:

    Leo Derra, OGV Neubrunn (übergeben an seinen Sohn Uwe Derra)
     

    Neuwahlen

    erster Vorsitzender: Landrat Wilhelm Schneider

    zweite Vorsitzende: Birgit Baier

    dritte Vorsitzende: Karin Limpert

    vierte Vorsitzende: Carola Nitsch

    Beisitzer: Lydia Glaser, Margit Kraus, Rainer Gerber, Werner Treiber, Irene Hüttner, Ingrid Markert, Monika Hofmann, Stefan Lindner

    Geschäftsführer: Guntram Ulsamer stellvertretender Geschäftsführer und Schriftführer: Johannes Bayer

    Schatzmeister: Werner Lambach

    Kassenprüfer: Rainer Marquardt und Lilo Stubenrauch

    Auszeichnungen

    Jugendwettbewerb:

    1. Eichelberg, 2. Eichelsdorf, 3. Ermershausen, 4. Eschenau, 5. Goßmannsdorf, 6. Hofheim, 7. Heubach, 8. Jesserndorf, 9. Neubrunn, 10. Neuses, 11. Sand, 12. Schönbach

    Aktivitäten, Initiativen, Marterl und Bildstöcke

    Preise erhielten die OGVs aus Dörflis, Hafenpreppach, Junkersdorf an der Weisach, Neubrunn, Zeil und Sand

     

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