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    KREIS HASSBERGE

    Landkreis soll in vielen Bereichen aufblühen

    Den Landkreis entwickeln, das hat sich die LAG Haßberge auf die Fahnen geschrieben. Das Projekt „Blühender Landkreis Haßberge“, das Mobilitätskonzept für den Landkreis und das touristische Entwicklungs- und Handlungskonzept für den Landkreis sind drei weitere Ansatzpunkte, dieses Ziel umzusetzen. Alle drei Projekte wurden als Leader-Projekte anerkannt und so hatte der Leader-Koordinator für Unterfranken Wolfgang Fuchs bei seinem Besuch im Landratsamt am Montag drei Förderbescheide über zusammen 102 000 Euro dabei.

    Den Landkreis entwickeln, das hat sich die LAG Haßberge auf die Fahnen geschrieben. Das Projekt „Blühender Landkreis Haßberge“, das Mobilitätskonzept für den Landkreis und das touristische Entwicklungs- und Handlungskonzept für den Landkreis sind drei weitere Ansatzpunkte, dieses Ziel umzusetzen. Alle drei Projekte wurden als Leader-Projekte anerkannt und so hatte der Leader-Koordinator für Unterfranken Wolfgang Fuchs bei seinem Besuch im Landratsamt am Montag drei Förderbescheide über zusammen 102 000 Euro dabei.

    „Eigentlich greifen alle drei Projekte ineinander, denn wir wollen unseren Landkreis voranbringen. Vom touristischen Konzept wird auch unsere Bevölkerung profitieren, die am Wochenende Erholung sucht, alle genießen blühende Landschaften und ein funktionierender ÖPNV kommt ohnehin allen zugute“, so Landrat Wilhelm Schneider. Er dankte den Projektverantwortlichen, dem Amt für ländliche Entwicklung für die Förderung und den beteiligten Kommunen, denn „alleine könnte der Kreis keines der drei Projekte umsetzen“.

    Johannes Bayer vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege hat den „Blühenden Landkreis“ erarbeitet. In dem Projekt sollen Lebensräume für Bienen und andere Insekten auf öffentlichen Flächen im Landkreis geschaffen werden. 20 von 26 Kommunen sind dabei, die Federführung hat die Gemeinde Breitbrunn übernommen.

    Bürgermeisterin Gertrud Bühl „hatte eigentlich damit gerechnet, dass für so ein schönes Projekt andere Gemeinden die Federführung übernehmen“, nahm dann aber gerne an, als Breitbrunn gefragt wurde. Der Gemeinderat hat bereits die einschlägigen Beschlüsse gefasst, gemeldete Flächen wurden bereits begangen und schon im nächsten Jahr soll der Landkreis noch mehr blühen.

    Zum Projekt gehören außerdem Workshops für Gemeindearbeiter, Vereinsmitglieder und interessierte Bürger, die sich für die Anlage und Pflege von Blühflächen und Nistmöglichkeiten qualifizieren lassen möchten. Außerdem soll die Bevölkerung sensibilisiert werden für den Zusammenhang zwischen Bienen- und Schmetterlings-Sterben und der Nutzung von landwirtschaftlichen Nutzflächen und Gärten. An mancher moderner Gartengestaltung werde sehr deutlich, wie stark das Verständnis für natürliche Zusammenhänge heute bei vielen Menschen schon verloren gegangen ist, merkte Wolfgang Fuchs dazu an.

    In vollem Gange ist die Erstellung des touristischen Entwicklungs- und Handlungskonzepts, wie Susanne Volkheimer berichtete, es soll Mitte 2018 abgeschlossen sein. Vor zehn Jahren wurde erstmals ein solches Konzept erstellt, Ergebnisse waren unter anderem der Burgenwinkel und das Abt-Degen-Weintal, aber auch viele positive Entwicklungen bei Privatinvestoren, ganz im Sinne eines nachhaltigen Tourismus. „Eigentlich verfolgen wir hier im Landkreis kein klassisches Tourismus-, sondern ein Lebensraumkonzept“, erklärte Susanne Volkheimer. Zum Handlungskonzept wird auch ein Investoren-Handbuch gehören, das einen Förderleitfaden enthält. Ganz wichtig sei auch hier die Netzwerkarbeit. Dass diese Plattform dankbar angenommen wird, habe die Auftaktveranstaltung gezeigt, an der sich sehr viele touristische Akteure aus dem Landkreis beteiligten, freuten sich Volkheimer und der Landrat.

    Mit klassischem ÖPNV tut man sich im Flächenlandkreis Haßberge traditionell schwer, deshalb ist ein innovatives, ganzheitliches Mobilitätssystem zu entwickeln. Dieses soll die Kosten ebenso im Blick haben wie die Ökologie und die künftigen Bevölkerungsentwicklungen im Kreis. Derzeit wird das neue Nahverkehrskonzept des Kreises erstellt, darauf soll dann das Mobilitätskonzept aufbauen. Wichtig dabei sei es, dass das tatsächliche Mobilitätsbedürfnis der Bevölkerung aufgegriffen wird. Den Förderbescheid nahm Susanne Wolfrum-Horn vom Landratsamt entgegen.

    Ein herzlicher Dank ging an Wolfgang Fuchs auch für die stete Unterstützung bei der Erstellung der Anträge – „vor den Fördermitteln muss intensiv gearbeitet werden“, betonte der Landrat, dessen Dank auch an die Projektträger ging. Auch die Abwicklung mache einen ordentlichen Aufwand, gestand Fuchs ein, deshalb sei es umso erfreulicher, dass eine kleine Gemeinde wie Breitbrunn die Trägerschaft für andere übernommen habe. Auch wenn es die Sache nicht einfacher mache, sei es sehr erfreulich, dass hier im Landkreis so viele vernetzte Projekte mit vielen verschiedenen Partnern umgesetzt würden.

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