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    Jesus sitzt mit im Boot

    Viele sind jetzt gerade in der Urlaubszeit unterwegs, manche vielleicht auch mit dem Schiff. Gott sie Dank kommen die wenigsten dabei in lebensbedrohliche Seenot.

    _ Foto: Wagenhäuser

    Viele sind jetzt gerade in der Urlaubszeit unterwegs, manche vielleicht auch mit dem Schiff. Gott sie Dank kommen die wenigsten dabei in lebensbedrohliche Seenot.

    Dennoch sind uns die Bilder von havarierten Riesenkreuzfahrtschiffen vor Augen: der dramatische Untergang der Titanic oder die Havarie der Costa Concordia – Bilder, die im Inneren bewegen und tief berühren.

    Das Gefühl, dass einem der Wind kräftig ins Gesicht bläst oder einem das Wasser bis zum Hals steht, das kennt bestimmt jeder.

    Es läuft nicht immer alles so, wie man es sich wünscht. Schicksalsschläge werfen einen aus der Bahn. „Stürme der Gefühle“ wirbeln einen durcheinander. Eine Vielzahl von Aufgaben und Terminen in Beruf und Familie, in der Freizeit und jeden Tag lässt einen schwindlig werden. Man glaubt im Meer der Herausforderungen die Linie zu verlieren.

    In echte Seenot geraten heute die vielen Menschen, die aus Angst vor Krieg und Verfolgung oder aufgrund konkreter Lebensbedrohung fliehen und sich wünschen, einen sicheren Hafen zu erreichen. Und in Not gerate Menschen aufgrund von Armut, Arbeitslosigkeit oder sonstigen widrigen Umständen.

    In all diesen und ähnlichen Stürmen des Lebens scheint das eigene Lebensboot im Meer der Probleme und Schwierigkeiten viel zu klein zu sein und unterzugehen. Gerade dann ist es wichtig, nicht allein zu sein.

    Jesus kommt – wenn sie wollen – mit ins Boot – bei jedem, der einen Sturm erlebt, bei jedem, der auf der Flucht ist und bei allen, die Hilfe brauchen.

    Jesus ist da und lässt sich ansprechen. Er ist wach und hellhörig für die Nöte der Mitmenschen und lässt alle, die auf ihn hören, selbst wach und hellhörig werden – im eigenen Leben, in der Nachbarschaft, im Dorf, im Land oder auf dem Meer? Hilfe naht, Unterstützung kommt – durch Helferkreise, die sich Flüchtlingen annehmen, Freunde, die für die Familie sorgen oder Arbeitskollegen, die im Beruf für einen da sind.

    Wenn?s stürmt, brauchen wir Menschen, die mit im Boot sitzen. Und so können sich die Wogen glätten, die stürmischen Zeiten wieder legen, Menschen Hilfe erfahren, zur Ruhe finden und gelassener mit Sorgen und Ängsten umgehen. Darin liegt der Ursprung eines tiefen inneren Friedens. Jesus sitzt mit im Boot, und sie auch? Foto: WaGENHÄUSER

    Von Bernd Wagenhäuser Diakon Theres

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