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    KÖNIGSBERG

    Mit Vielfalt bei den Touristen punkten

    Intensiv wird derzeit an einem touristischen Entwicklungskonzept für den Landkreis Haßberge gearbeitet. Susanne Volkheimer vom Kreis-Tourismus informierte über das Projekt, dessen Kick-off-Veranstaltung am Wochenende in Schloss Eyrichshof stattfand, im Kreis-Ausschuss für Kultur, Tourismus und Sport. Eine Qualitätsstrategie soll das Konzept bieten, einen Handlungsfaden für die nächsten zehn Jahre, um den modernen Anforderungen an touristischen Einrichtungen gerecht zu werden.

    Die Burgruine Raueneck bei Ebern ist ein kulturhistorisch herausragendes Denkmal. In Sanierungs- und Sicherungsmaßnahmen... Foto: Sabine Weinbeer

    Intensiv wird derzeit an einem touristischen Entwicklungskonzept für den Landkreis Haßberge gearbeitet. Susanne Volkheimer vom Kreis-Tourismus informierte über das Projekt, dessen Kick-off-Veranstaltung am Wochenende in Schloss Eyrichshof stattfand, im Kreis-Ausschuss für Kultur, Tourismus und Sport. Eine Qualitätsstrategie soll das Konzept bieten, einen Handlungsfaden für die nächsten zehn Jahre, um den modernen Anforderungen an touristischen Einrichtungen gerecht zu werden.

    „Wir können das Wirtshaussterben auch nicht aufhalten, aber wir können die Betriebe unterstützen“, ist Susanne Volkheimer überzeugt. Es gebe viele gute Ansätze, mutige Investoren, die auch durch Erfolg am Markt belohnt werden.

    Der Landkreis könne als touristisches Ziel mit seiner Vielfalt punkten – bei den Wanderern, bei den Genießern und den Kulturinteressierten. Im Ausschuss wurde angeregt, auch eine direkte Umfrage bei den Gastronomen zu starten, wie ihre Zukunftsziele aussehen. 614 Ausschank-Konzessionen gibt es im Landkreis, darin sind auch Sportheime und Vereinshäuser enthalten.

    Ein wesentliches Themenfeld im Tourismus im Landkreis sind die Burgen und Schlösser. Der Kulturausschuss hatte 2016 unter anderem die Burgruine Raueneck besichtigt und sich für notwendige Sicherungs- und Erhaltungsmaßnahmen ausgesprochen.

    Zuschüsse für Raueneck

    Bernhard Joos, der im Landratsamt für die Denkmalpflege zuständig ist, hatte gute Nachrichten für den Ausschuss. Zwar habe die Akquise von Zuschüssen länger gedauert, als ursprünglich gedacht, dafür war sie sehr erfolgreich, denn auch die Zuschussgeber stufen die Ruine Raueneck als überregional bedeutsames Baudenkmal mit herausragender kulturhistorischer Bedeutung ein. Immerhin werden die geplanten Maßnahmen 550 000 Euro kosten. Der Landkreis wird dazu aber maximal 115 000 Euro beisteuern müssen. Aus dem Entschädigungsfond des Freistaates Bayern sind nämlich 335 000 Euro zu erwarten. Aus München liegt die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn vor. Bereits bewilligt sind die Fördermittel der Bayerischen Landesstiftung (40 000 Euro) und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Deren 60 000 Euro sind für den ersten Bauabschnitt vorgesehen, für den zweiten erhofft sich Joos weitere 25 000 Euro, was die Belastung des Kreishaushaltes verringern würde. Der Kulturausschuss beschloss, die Maßnahme durchzuführen und beauftragte die Verwaltung mit der Vorbereitung und der Einstellung der nötigen Mittel im Kreishaushalt 2018.

    Genehmigt wurde vom Ausschuss auch die Vergabe der Fördermittel für sonstige kulturelle Projekte aus der Sparkassenstiftung. Nachdem die Empfänger ihre Nachweise erbrachten, wurden die Mittel inzwischen ausbezahlt und zwar 7000 Euro an Dreiklang e.V. in Haßfurt, 10 700 Euro an die Musikschule Ebern, 3800 Euro an Kultur e.V in Hofheim, 9000 Euro an den Musikbahnhof Gädheim, 1000 Euro an die Sängergruppe Haßberge, 5000 Euro an den Kreisverband Haßberge im Nordbayerischen Musikbund und 18 000 Euro an das Theater Schloss Maßbach, Unterfränkische Landesbühne.

    Unterstützung für Maßbach

    Der Förderbeitrag für Maßbach wird nach umfangreichen Vorgesprächen auf unterfränkischer Ebene im kommenden Jahr um 1500 Euro aufgestockt. Dem stimmte der Ausschuss einstimmig zu. Das Theater Schloss Maßbach wird als Unterfränkische Landesbühne zur Hälfte vom Freistaat Bayern und zur Hälfte von den Kommunen getragen. 25 Prozent übernimmt der Bezirk Unterfranken, 11,94 Prozent der Landkreis Bad-Kissingen, jeweils 2,71 Prozent die Kreise Haßberge, Rhön-Grabfeld und Schweinfurt sowie die Stadt Schweinfurt und der Markt Maßbach trägt 2,22 Prozent. Das Theater gibt regelmäßig Gastspiele in der Stadthalle in Haßfurt.

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