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    RÖDELSEE

    Damit wieder mehr Insekten schwirren

    Ob das Projekt einmal „Landbiene Rödelsee“ heißen wird, steht nicht fest. Fest steht aber, untermauert durch einen einstimmigen Beschluss des Gemeinderats, dass das Rödelseer Gemeindegebiet mehr Lebensraumvielfalt vor allem für Insekten bekommen soll. Neben dem Wunsch nach mehr Biodiversität hat die Gemeinde auch den ehemaligen Gutshof auf dem Schwanberg im Blick, der Bildungszentrum für nachhaltige Entwicklung im Landkreis Kitzingen werden könnte.

    Ob das Projekt einmal „Landbiene Rödelsee“ heißen wird, steht nicht fest. Fest steht aber, untermauert durch einen einstimmigen Beschluss des Gemeinderats, dass das Rödelseer Gemeindegebiet mehr Lebensraumvielfalt vor allem für Insekten bekommen soll. Neben dem Wunsch nach mehr Biodiversität hat die Gemeinde auch den ehemaligen Gutshof auf dem Schwanberg im Blick, der Bildungszentrum für nachhaltige Entwicklung im Landkreis Kitzingen werden könnte.

    Die Tatsache, dass die Zahl der Insekten zurückgeht, hat Rödelsees Bürgermeister Burkhard Klein aufgeschreckt. Da kam ihm die Kenntnis vom Projekt „Stadtbiene Crailsheim“ gerade Recht, denn die Stadt Crailsheim beschreitet seit 2015 bei der Pflege und Unterhaltung ihrer Grünflächen Neuland, indem sie Lebensräume für Insekten schafft. Symbolinsekt sei dabei die Honigbiene.

    Vorreiterrolle

    An den Ackerflächen, Gräben, Weinbergen und Grünflächen in den Ortschaften und auf dem Schwanberg sind laut Klein auf den mehrmalig im Jahr gemähten Flächen nur wenig blühende Pflanzen zu finden. Deshalb möchte die Gemeinde Rödelsee im Landkreis eine Vorreiterrolle übernehmen und ein Konzept erstellen und umsetzen, um mehr Biodiversität zu schaffen. Als Beispiele nannte Klein den Umbau blütenarmer Rasenflächen in artenreiche Blumenwiesen, die extensive Bewirtschaftung von Straßenbegleitgrün, die Ansaat heimischer Kräuter und mehr Angebote für Wild- und Honigbienen im Gemeindegebiet.

    Mit im Boot sein sollen in einer Projektgruppe neben der Gemeinde auch die Bevölkerung, Landwirte und Winzer, aber auch Vereine und Verbände, die Jagdgenossenschaften, die örtliche Staudengärtnerei und die Stadt Iphofen. Als Kooperationspartner wünscht sich Klein den Landschaftspflegeverband, die Untere Naturschutzbehörde, den Landkreis sowie Fachverbände wie Imkerbund, Bauernverband, Obst- und Gartenbauverband auf Kreis- beziehungsweise Bezirksebene und die Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau.

    Nachhaltig

    Das Ganze soll natürlich nachhaltig sein. Hier könnte sich Klein den ehemaligen Gutshof auf dem Schwanberg als Nachhaltigkeitszentrum für den Landkreis vorstellen. Vor dort aus sollten Projekte entwickelt und gesteuert werden. Walter Fuhrmann nannte das Vorhaben eine „Supergeschichte“. Für den Gemeinderat war es deswegen auch keine Frage, das Projekt anzugehen.

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