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    MARKTBREIT

    Ein bisschen zum Einlenken bereit

    Der Main, die Autobahn, die Eisenbahn, das Römerlager und jetzt auch noch eine Keltenschanze: Die Stadt Marktbreit ist in ihrer künftigen Entwicklung mit Baugebieten stark eingeschränkt. Über einen Ortstermin mit dem Landesamt für Denkmalpflege zur Erweiterung des Baugebiets Ohrenberg informierte Bürgermeister Erich Hegwein in der Stadtratssitzung am Montagabend – mit vorsichtig optimistischer Stimmung.

    Der Main, die Autobahn, die Eisenbahn, das Römerlager und jetzt auch noch eine Keltenschanze: Die Stadt Marktbreit ist in ihrer künftigen Entwicklung mit Baugebieten stark eingeschränkt. Über einen Ortstermin mit dem Landesamt für Denkmalpflege zur Erweiterung des Baugebiets Ohrenberg informierte Bürgermeister Erich Hegwein in der Stadtratssitzung am Montagabend – mit vorsichtig optimistischer Stimmung.

    Das Baugebiet Ohrenberg hat sich für die Stadt Marktbreit als Renner erwiesen. Alle Baugrundstücke auf dem Gelände entlang der Enheimer Steige konnten innerhalb wenige Jahre erschlossen und verkauft werden. Nun denkt die Stadt über eine Erweiterung nach, hier soll unter anderem auch der Neubau des Seniorenheims mit Tagespflege der AWO entstehen.

    Allerdings liegt auf dem geplanten Grund eine Keltenschanze, also Reste eines Areals mit umlaufenden Wall und Graben keltischen Ursprungs, der auf Luftaufnahmen deutlich zu sehen ist. Laut Aussagen der Denkmalpflege beim Ortstermin ist die ursprüngliche Funktion dieser Keltenschanze wissenschaftlich noch nicht geklärt. Das Amt kann deshalb lediglich einer Sondierung der Fläche für den Bau der AWO zustimmen, da dieser voraussichtlich außerhalb der historischen Anlage liegt. Dafür vergaben die Räte am Montagabend auch bereits die Aufträge.

    Die Überplanung der restlichen Fläche müsse erst in München abgestimmt werden. Dabei soll auch das Römerlager Thema sein. Hier moniert die Stadt bereits seit längerem Stillstand in der weiteren Entwicklung. Denn die Stadt möchte gerne das Lager für Besucher, etwa durch Fahnenmasten, in seiner Dimension sichtbar machen. Grabungen oder ähnliches habe es nach anfänglicher Euphorie bei der Entdeckung vor rund 30 Jahren von Seiten des Denkmalschutzes keine mehr gegeben. Auch hier sieht sich die Stadt in ihrer Entwicklung stark eingeschränkt.

    „Ein bisschen ist das Amt zum Einlenken bereit“, resümierte der Bürgermeister den Ortstermin. Und Ratsmitglied Heinz Galuschka lobte. „Das war von der Verwaltung hervorragend vorbereitet und hat seine Wirkung gezeigt.“ Erste Ergebnisse sowohl von den Bodenuntersuchungen, als auch von den Gesprächen in München erhofft sich die Stadt bei einem weiteren Termin mit der Denkmalpflege im Januar kommenden Jahres.

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