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    IPHOFEN

    Musiker lassen historisches Erbe aufleben

    Festliche Barockmusik erklang am Sonntagmittag in der katholischen Pfarrkirche Sankt Veit in Iphofen. Erstmals wurden dabei auch Stücke einer lange Zeit verschollenen kirchenmusikalischen Sammlung („Musica sacra“) der Pfarrkirche Sankt Veit vorgetragen, die vor ca. 200 Jahren erstmals aufgeführt wurden.

    Stehenden Beifall gab es für das Konzert in der katholischen Pfarrkirche St. Veit, bei dem auch Werke aus der etwa 200 J... Foto: Susanne Himsel

    Festliche Barockmusik erklang am Sonntagmittag in der katholischen Pfarrkirche Sankt Veit in Iphofen. Erstmals wurden dabei auch Stücke einer lange Zeit verschollenen kirchenmusikalischen Sammlung („Musica sacra“) der Pfarrkirche Sankt Veit vorgetragen, die vor ca. 200 Jahren erstmals aufgeführt wurden.

    Organistin Ariane Metz-Kraus zog an der historischen Seuffert-Orgel aus dem 18. Jahrhundert alle Register und erfüllte die Stadtpfarrkirche gemeinsam mit Sopranistin Maria Bernius, Johannes Mauer an der Trompete, dem Kammerchor des Wirsberg-Gymnasiums Würzburg und dem extra ins Leben gerufenen Kammerorchester „Divertimento Würzburg“ mit festlichen Klängen. Die musikalische Leitung übernahm Harald Kraus, Musiklehrer am Wirsberggymnasium. Das Publikum honorierte die ausgezeichnete musikalische Leistung mit stehendem Beifall.

    Im Gedenken an den nur wenige Wochen vor dem Konzert verstorbenen Initiator des Konzertes, Klaus Ketzler, wurden dessen Lieblingsstück, Johann Sebastian Bachs Orgelwerk „Toccata und Fuge in d-Moll“ und der Choral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ ins Programm aufgenommen. Das Konzert entstand in Zusammenarbeit mit dem Verein Musikfreunde St. Veit, der mit Veranstaltungen auf das besondere Erbe der Kirchenmusik in Iphofen vor etwa 200 Jahren aufmerksam machen und Spendengelder für die Restaurierung der Kirchenorgel sammeln möchte: Damals erlebte die Iphöfer Kirchenmusik eine glanzvolle Blütezeit.

    Das Konzert in Sankt Veit war das mittlerweile fünfte Benefizkonzert, das Klaus Ketzler initiiert hatte, um Spenden für den gemeinnützigen Verein zu sammeln. Wie Andrea Wirsching in ihrer Einführung sagte, habe Ketzler 1969 das KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation gegründet, um einen nierenkranken Freund zu unterstützen. Damals habe es einen Versorgungsengpass für dialysepflichtige Nierenpatienten gegeben. Mittlerweile sei aus seiner Initiative ein bundesweites Behandlungsnetzwerk entstanden mit 200 KfH-Nierenzentren – darunter 16 Nierenzentren für Kinder und Jugendliche (www. kfh.de/ www.dialysekinder.de). Der Verein „Dialysekinder“, dessen erster Vorsitzender ebenfalls Dr. Klaus Ketzler war, unterstützt Rehabilitationsmaßnahmen für dialysepflichtige Kinder.

    shi

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