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    KITZINGEN

    Im Kitzinger Stadtrat: Am Galgenwasen aufgehängt

    Die Pläne für die Generalsanierung der Wohnblocks am Galgenwasen werden weiterverfolgt. Gleichzeitig werden Wohnungen so schnell wie möglich bewohnbar gemacht.

    Die Planungen für die Generalsanierung der städtischen Wohnblocks am Galgenwasen in der Siedlung können weitergehen. Der... Foto: Siegfried Sebelka

    Die Pläne für die Generalsanierung der städtischen Wohnblocks am Galgenwasen werden mittelfristig weiterverfolgt. Gleichzeitig werden Wohnungen mit einfachen Mittel so bewohnbar gemacht, dass sie vermietet werden können.

    Das ist ein Ergebnis der Sitzung des Stadtrats am Donnerstag. Obwohl der öffentliche Teil schon mit einer Dreiviertelstunde Verspätung begonnen hatte, sah Andrea Schmidt (Ödp) zunächst Redebedarf über den nicht auf die Tagesordnung gesetzten Antrag ihrer Partei zur Sanierung. Wegen fehlender günstiger Wohnungen sollten die mit einfachen Mitteln bewohnbar gemacht werden, so die Forderung.

    „Die Sturheit einmal beiseite lassen.“
    Stefan Güntner, CSU-Stadtrat und Bürgermeister

    In die gleiche Kerbe schlug Klaus Christof, nachdem auch der in die gleiche Richtung zielende Antrag seiner Kommunalen Initiative Kitzingen (KIK) nicht auf die Agenda genommen worden war.

    Zwischen Oberbürgermeister Siegfried Müller, Bauamtsleiter Oliver Graumann und Oberrechtsrätin Susanne Schmöger auf der einen sowie den Antragstellern auf der anderen Seite entstand ein Diskurs, ob die Anträge zulässig seien oder den gefassten Beschluss zur Galgenwasen-Sanierung in Frage stellten. Uneinigkeit herrschte, ob sich überhaupt eine veränderte Situation ergeben habe, die einer neuen Bewertung bedürfe.

    Es hätte sich viel Zeit sparen lassen, wenn der Hinweis Thomas Ranks (CSU) gehört worden wäre. Der gab zu bedenken, dass Schmidts Antrag „gar keinen Widerspruch zum bisherigen Beschluss“ darstelle. Beide könnten übereinandergelegt werden, woraus sich eine Lösung mit schnellem und bezahlbarem Wohnraum ergebe, ohne die Planungen über den Haufen zu werfen.

    Nach der Debatte über die Gültigkeit des Antrags, Hinweisen auf die Geschäftsordnung und dem Klagen über knappe Fristen, verlangte Stephan Küntzer (CSU) eine Abstimmung. „Sturheit einmal beiseite zu lassen“, forderte Stefan Güntner.

    Er bezeichnete den Vorschlag Ranks als „eine goldene Brücke“, die der Stadtrat beschreiten könne, um die Vergabe weiterer Leistungsphasen für die Generalsanierung zu beschließen und in der Zwischenzeit einen Teil der Gebäude in einen bewohnbaren Zustand zu versetzen. So kam es. Zwei Blocks werden nach der Sanierung als zeitlich befristeter Wohnraum zur Verfügung gestellt. Ungeklärt blieben die Fragen, bis wann und wie Instandsetzung erfolgen soll und wie viel sie kosten darf.

    Ebenso wurde beschlossen, dass für die Sanierung der beiden Wohnblocks am Galgenwasen 13 bis 20 das Münchener Büro Bogevisch mit der Erstellung der Leistungsphasen drei und vier – der Entwurfsplanung und Kostenberechnung sowie der Genehmigungsplanung – beauftragt wird. Gestrichen wurde der Zusatz, dass weitere Leistungsphasen bei Einhaltung der Kostengrenzen für die staatliche Wohnungsbauförderung durch den OB beauftragt werden können.

    Im Sommer 2016 hatte der Stadtrat die Sanierung beschlossen. Die soll sich an den Standards für sozialen Wohnraum orientieren und so ausgeführt werden, dass Fördermittel fließen können. Um Sanierungsmöglichkeiten und Kostenrahmen festzustellen, wurden für die beiden Wohnblocks am Galgenwasen 13 bis 20 vom Büro Bogevisch die Leistungsphasen eins und zwei – Grundlagenermittlung – Vorplanung mit Kostenschätzung – durchgeführt. Dort können für 1,7 Millionen Euro vier Vierzimmer- und acht Zweizimmer-Wohnungen entstehen.

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