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    RÖDELSEE

    Eine Seilbahn für den Schwanberg?

    Kann man künftig mit einer Seilbahn auf den 474 Meter hohen Schwanberg bei Rödelsee (Lkr. Kitzingen) gondeln? Der Bürgermeister sieht gute Chancen.

    Gondeln auf den Schwanberg? Die Reaktionen sind unterschiedlich. Das Bild zeigt die Seilbahn in Berlin über das Gelände ... Foto: Britta Pedersen

    Kann man künftig mit einer Seilbahn auf den 474 Meter hohen Schwanberg bei Rödelsee (Lkr. Kitzingen) gondeln? Die Idee tauchte Ende vergangenen Jahres erstmals im Rödelseer Gemeinderat auf und hat seither mit dem dortigen Bürgermeister Burkhard Klein einen glühenden Verfechter.

    Klein wirbt für die Seilbahn-Idee – und er sieht nach eigenem Bekunden durchaus realistische Chancen, das Projekt eines Tages zu verwirklichen. Er kündigte inzwischen eine Machbarkeitsstudie an, sobald er „grünes Licht sowohl vom Gemeinderat als auch aus einem der betroffenen Ministerien“ habe.

    Auf Anfrage hob Klein hervor, dass eine derartige Studie wohl sechs Monate Zeit brauche und um die 50 000 Euro kosten werde. Er gehe „von einer Förderung von 70 bis 80 Prozent“ aus: „Auf dieser Basis werden wir wohl demnächst einen Gemeinderatsbeschluss fassen.“

    90 000 Gäste auf dem Berg?

    Sobald die Machbarkeitsstudie dann vorliege, müsse man darüber nachdenken, was wirtschaftlich sinnvoller sei. Der Landkreis Kitzingen plant, die Kreisstraße auf den Schwanberg in absehbarer Zeit auszubauen. Im Gespräch sind laut Klein Kosten von „etwa zehn bis zwölf Millionen Euro“. Aus seiner Sicht sei es besser, das Geld in „ein Leuchtturm-Projekt“ zu stecken, das Vorteile für die Umwelt und die Entwicklung der Region bringe.

    Aktuell fahren laut Klein um die 600 Fahrzeuge pro Tag auf den Schwanberg, auf dem sich unter anderem ein Friedwald sowie das Geistliche Zentrum Schwanberg befinden.

    Weitere Interessenten

    Es sei vorstellbar, dass man künftig „mit 90 000 Gästen pro Jahr rechnen“ könne. Die Frage laute nun, ab welcher Besucherzahl sich eine Seilbahn wirtschaftlich betreiben lasse. Wie Klein betonte, hätten sich inzwischen Interessenten bei ihm gemeldet, die womöglich ein Restaurant oder eine Rodelbahn betreiben wollen, falls die Seilbahn komme.

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