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    MARKBREIT

    Originelle Namen und viel Gaudi beim Drachenbootrennen

    Der Zusammenhalt ist groß , aber der Ehrgeiz auch: Jeder will gewinnen beim Drachenbootrennen. Also hieß es nicht nur für eine Mannschaft „Paddeln bis der Arzt kommt“.

     

    Mehr Kompliment geht wohl nicht: „Das ist eine der schönsten Regatten“, sagte Ansgar Heß am Sonntagnachmittag bei der Siegerehrung des Marktbreiter Drachenbootrennens. Und der muss es wohl wissen, denn seine Firma D.R.E.A.M. aus Frankfurt stellt die Drachenboote und die Ausrüstung, die am Wochenende in der achten Auflage wieder viel Publikum ans Mainufer rund um Lagerhaus und Kranen zogen.

    Wenn im Januar die Jahresplanung für die Drachenbootrennen stattfindet, so Heß vor vielen Zuschauern, dann ist die erste Frage seiner Mitarbeiter, ob in diesem Jahr wieder Marktbreit auf dem Programm stehe. Denn: Nach Marktbreit wollen alle mit.

    Großer Zusammenhalt

    Dort kennen sich alle, dort gibt es Zusammenhalt untereinander und den kann man leben, wie eben in Marktbreit gezeigt wird. Zwar gebe es bei den Rennen natürlich Konkurrenz und jeder möchte gewinnen. Aber danach ist alles wieder gut. „Die Farben mischen sich“, sagte Heß angesichts der bunten Trikots der Mannschaften vor der Bühne. „Ich würde gerne hier wohnen“, sagte er, „gäbe es hier nur mehr Drachenbootrennen“. Zum achten Mal hatte die Stadt zu einem solchen Spektakel geladen und elf Mannschaften hatten sich gemeldet.

    Brand bei Südzucker verkürzte Veranstaltung

    Die Bootscrew der Südzucker musste wegen des Brandes in der Zuckerfabrik am Sonntag zurückziehen, so dass am Ende die Veranstaltung schneller durchgezogen werden konnte, als geplant.

    Trotzdem: ein großes Fest am Main. Da auch die Feuerwehr und die Sportbootabteilung des Hockeyclubs gleichzeitig ihr Sommerfest dort ausrichten, ist für Abwechslung zwischen den Startterminen gesorgt. Denn die Schifffahrt wird für die Durchgänge des Rennens immer jeweils für eine Stunde gestoppt, dazwischen können die Kähne an der Kulisse der Stadt vorbei ziehen. Mit Spannung erwartet wurde wieder das Rennen der Prominentenboote: Das alte Duell der Drachenräte aus Marktbreit gegen die Obernbreiter Hucklkätz wurde – wieder einmal – von den Obernbreitern gewonnen. Das dritte Boot, die Interessengemeinschaft ILEK – sie gewann vor zwei Jahren – belegte Platz drei.

    Fußballer vorne

    Gesamtsieger war in diesem Jahr die Fußballgemeinschaft Marktbreit Martinsheim, knapp gefolgt vom Vorjahressieger „Emma und die starken Elektriker“. Das Team Traube 1 belegte den dritten Platz, Vierter wurden die Ruhl Stilikonen vor der Mainklinik Ochsenfurt „Paddeln bis der Arzt kommt“ und der einzigen reinen Frauenmannschaft, der „Goldenen Raube“.

    Große Feier im kommenden Jahr

    Noch am Sonntag war klar: Auch in zwei Jahren, also 2019, wird es wieder ein Drachenbootrennen geben. Und das bei einem großen Fest der Stadt, denn Marktbreit feiert dann sein Jubiläum: 200 Jahre Stadtrecht.

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