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    MARKTBREIT

    Ein Stein wider das Vergessen

    Mindestens 90 jüdische Markbreiter kamen in der Zeit des nationalsozialistischen Terrorregimes zwischen 1933 und 1945 ums Leben. In der Pogromnacht vom 10. November 1938 wurde auch in Marktbreit die jüdische Synagoge geschändet. Dass sie nicht angezündet wurde, verdankt man allein der Tatsache, dass die Anwohner fürchteten, ein Brand der Synagoge würde auf die benachbarten Häuser übergreifen. Daran erinnerten Mitglieder des SPD-Ortsvereins Marktbreit und eine 35-köpfige Tagungsgruppe der IG Metall, die sich in Marktbreit trafen.

    Gedenkveranstaltung der SPD Marktbreit und der IG Metall Foto: Dirk Renzing

    Mindestens 90 jüdische Markbreiter kamen in der Zeit des nationalsozialistischen Terrorregimes zwischen 1933 und 1945 ums Leben. In der Pogromnacht vom 10. November 1938 wurde auch in Marktbreit die jüdische Synagoge geschändet. Dass sie nicht angezündet wurde, verdankt man allein der Tatsache, dass die Anwohner fürchteten, ein Brand der Synagoge würde auf die benachbarten Häuser übergreifen. Daran erinnerten Mitglieder des SPD-Ortsvereins Marktbreit und eine 35-köpfige Tagungsgruppe der IG Metall, die sich in Marktbreit trafen.

    Gemäß der jüdischen Tradition, einen Stein als Zeichen der Erinnerung auf ein Grab zu legen, legten sie für jeden der meist in Konzentrationslagern zu Tode gekommenen jüdischen Marktbreiter einen Stein auf die Türschwelle der ehemaligen Synagoge, heißt es in einer Pressemitteilung.

    Zum Abschluss verlas Christiane Berneth vom SPD Ortsverein ein selbstverfasstes Gedicht mit dem Titel: „Wo werde ich stehen, wenn wieder in Deutschland die Synagogen brennen werden?“

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