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    WIESENTHEID

    Auch Wiesentheid feiert sein 1100-jähriges Bestehen

    Das Jahr 2018 soll in Wiesentheid ein weiteres Festjahr werden. Nach den Feierlichkeiten zum Abschluss der Renovierung der Mauritiuskirche bildet die erstmalige urkundliche Erwähnung Wiesentheids im Jahr 918 den Grund, um 1100 Jahre Wiesentheid zu begehen. Zum Auftakt des Festjahres hatte die Gemeinde in das Historische Pfarrhaus geladen, wo Bürgermeister Werner Knaier das Programm vorstellte. Garniert wurde die Veranstaltung mit einem Ausflug in die Wiesentheider Geschichte, dem Film „Barockes Wiesentheid“ und mit Musik.

    1100 Jahre Wiesentheid wird in diesem Jahr gefeiert. Zum Auftakt trugen (von links) Volker Zink und Andreas Liebald Ausz... Foto: Andreas Stöckinger

    Das Jahr 2018 soll in Wiesentheid ein weiteres Festjahr werden. Nach den Feierlichkeiten zum Abschluss der Renovierung der Mauritiuskirche bildet die erstmalige urkundliche Erwähnung Wiesentheids im Jahr 918 den Grund, um 1100 Jahre Wiesentheid zu begehen. Zum Auftakt des Festjahres hatte die Gemeinde in das Historische Pfarrhaus geladen, wo Bürgermeister Werner Knaier das Programm vorstellte. Garniert wurde die Veranstaltung mit einem Ausflug in die Wiesentheider Geschichte, dem Film „Barockes Wiesentheid“ und mit Musik.

    Zunächst wies Bürgermeister Knaier darauf hin, dass es den Ort Wiesentheid wohl schon länger als 1100 Jahre gibt. Darauf deuten Bronze-Funde aus der Zeit zwischen 800 und 1200 vor Christus hin, die 1970 auf einem Feld bei Reupelsdorf ausgegraben wurden. Im Jahr 918 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt, als insgesamt 13 Dörfer der Abtei Münsterschwarzach geschenkt wurden. Um die Historie in Kurzform nachzuerzählen, hatte die Gemeinde mit Andreas Liebald und Volker Zink zwei Wiesentheider gebeten, das Ganze auf ihre Art vorzutragen. Liebald verkörperte dabei mit Graf Rudolf Franz Erwein zu Schönborn den ersten Schönborn im Ort, während Zink in die Rolle eines Bauern schlüpfte.

    Der eine mit Perücke und feinem Zwirn, der andere einfach und mit einer Mistgabel ausgestattet, blickten sie auf markante Punkte aus der Historie des 4000-Einwohner-Ortes. Dabei spielte das Duo immer wieder gekonnt und ironisch auf Dinge und Themen aus der Gegenwart an.

    Aufgeteilt hatten Liebald und Zink ihren Exkurs auf die drei Themen Schulwesen und Bildung, Kriege und Zerstörungen, sowie dem Gewinn an Bedeutung durch das Verkehrsnetz, was ab Ende des 19. Jahrhunderts die Eisenbahn in Wiesentheid einläutete. Ab und an habe es Wiesentheid als Provinz sogar auf Weltniveau geschafft, stellten beide fest. Zudem merkten sie an, dass der Ortsname wohl nicht von dem Tier Wisent komme, sondern sich von „weisen Frauen“ herleiten lasse.

    Später gab Bürgermeister Knaier einen Überblick zum kulturellen Programm im Festjahr, das seinen Höhepunkt in einem historischen Festzug am Kirchweihsonntag, 23. September, finden soll.

    Dazu wird es im Frühjahr eine Ausstellung zu 1100 Jahre Wiesentheid geben, Ein Vortrag vom Pater Christoph über die Beziehungen des Orts zu Münsterschwarzach ist geplant, wie auch ein Beitrag des Gymnasiums. Die Schule will mit dem Musiktheater „Eleonore“ das Leben von Gräfin Eleonore nachspielen, die durch ihre Heirat 1701 die Schönborns nach Wiesentheid brachte. Über das gesamte Jahr verteilen sich die Veranstaltungen.

    Zudem wird eine über 100 Seiten starke Chronik von Wiesentheid herausgegeben, die der Archivar der Gemeinde Dieter Krenz erstellt. Außerdem bietet die Sparkasse eine Jubiläumsmedaille in Feinsilber und Feingold zum Kauf an, die in limitierter Auflage zu erwerben ist.

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