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    LOHR

    Bessere Bezahlung für Pflegekräfte

    Zu einem intensiven Austausch mit zwei Klassen der Krankenpflegeschule ist der Retzbacher Bundestagsabgeordnete Alexander Hoffmann (CSU) an den Sommerberg in Lohr gekommen.

    Zu einem intensiven Austausch mit zwei Klassen der Krankenpflegeschule ist der Retzbacher Bundestagsabgeordnete Alexander Hoffmann (CSU) an den Sommerberg in Lohr gekommen. Auf die Initiative der Sozialkundelehrerin Karin Schneider-Schüßler diskutierten 40 Schülerinnen und Schüler verschiedene Themen der Tagespolitik mit dem Wahlkreisabgeordneten.

    Den Hintergrund des Wahlsystems zum Deutschen Bundestag mit Wahlkreiskandidaten und Listenkandidaten erläuterte Hoffmann damit, dass durch die direkt gewählten Abgeordneten jeder Region Deutschlands eine Stimme im Parlament verliehen werden soll. Ergänzend kommen nochmals genauso viele Abgeordnete von den Landeslisten hinzu.

    Zur alltäglichen Arbeit in den 22 Sitzungswochen erklärte Hoffmann anschließend, dass Reden im Plenarsaal des Bundestages nur einen relativ kleinen Anteil einnehmen: „Landesgruppe, Arbeitsgruppe, Ausschusssitzungen, Anhörungen oder Gespräche mit Vertretern aus Behörden oder Ministerien nehmen viel Zeit in Anspruch“, merkte Hoffmann zur Frage nach schlecht besuchten Plenarsitzungen an.

    Während die verschiedenen Fachpolitiker im Plenum ihre Themen diskutieren, arbeiten die anderen Abgeordneten hinter den Kulissen an ihren Themen. „Das bedeutet aber nicht, dass wir in der Zeit im Kino sitzen“, sagte der Politiker schmunzelnd.

    Terrorismus, Trump und Türkei

    An tagesaktuellen Themen tauschte er sich mit den Schülern zu Themen wie Terrorismus, Trump, Türkei und Flüchtlingskrise aus. Für die Krankenpflegeschüler als direkt Betroffene war auch seine Haltung zur Pflegeausbildung von besonderem Interesse: „Den Weg zur reinen Generalistik haben wir Abgeordnete durch kritische Nachfragen im vergangenen Jahr gestoppt. Nun steht ein Modell mit zwei Jahren Generalistik und einem Jahr Spezialisierung zur Debatte“, berichtete Hoffmann von den Beratungen im Parlament zu diesem Thema.

    Darüber hinaus waren die angehenden Pflegekräfte aber auch daran interessiert, wie eine bessere Bezahlung in den Pflegeberufen erreicht werden kann, was aus der Rente wird und ob sich Hoffmann vorstellen könnte, einer anderen Partei als der CSU anzugehören. Dies konnte der Retzbacher Abgeordnete mit dem eindeutigen Hinweis verneinen, dass die CSU für ihn die Partei ist, bei der er die meisten Übereinstimmungen im Programm mit seiner eigenen Meinung hat.

    Mit einer schriftlichen Stellungnahme zur Debatte um die Pflegeausbildung verabschiedeten die Schüler Alexander Hoffmann nach diesem intensiven Austausch.

    Bearbeitet von Peter Kallenbach

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