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    GEMÜNDEN / LOHR

    Arbeitslosengeld und Lohn kassiert

    Doppelt kassiert und mit Mitteilungen an das Job-Center nicht so genau genommen hat es ein 63-jähriger Mann aus dem Raum Lohr.

    Doppelt kassiert und mit Mitteilungen an das Job-Center nicht so genau genommen hat es ein 63-jähriger Mann aus dem Raum Lohr. Deswegen hat er vom Amtsgericht Gemünden einen Strafbefehl über 200 Euro erhalten, gegen den er Einspruch eingelegt hat. Auf Anraten des Staatsanwalts zog er diesen in der Gerichtsverhandlung jedoch zurück.

    Zu Beginn des Jahres 2016 hatte sich der Mann arbeitssuchend gemeldet und erhielt deshalb Arbeitslosengeld I. Am 1. Juli 2016 nahm er dann eine geringfügige Beschäftigung auf, jedoch ohne dies dem Job-Center zu melden. Erst Ende September erfolgte die Meldung, rückwirkend zum 1. September.

    „Der Arbeitgeber wollte mich nicht anmelden“, behauptete der Mann in der Verhandlung. Erst auf sein Drängen hin sei die Anmeldung bei der Agentur für Arbeit erfolgt. Bis dahin bezog der 63-Jährige insgesamt 857 Euro unberechtigt an Arbeitslosengeld. Wegen seines psychisch angeschlagenen Zustands habe er auf Schreiben des Job-Centers nicht reagiert. Erst als sich seine Ehefrau um den Schriftverkehr gekümmert hatte, begann er im vergangenen Oktober mit der Rückzahlung des Arbeitslosengelds in Raten. Am Verhandlungstag waren noch 662 Euro offen, wie ein Mitarbeiter der Agentur für Arbeit als Zeuge bestätigte.

    „Ich rate ihnen dringend, den Einspruch zurückzunehmen“, meinte der Staatsanwalt, „sonst wird es teurer“. Im Strafbefehl wurde dem Mann, der zum damaligen Zeitpunkt kein Einkommen mehr hatte, eine Geldstrafe von 200 Euro (20 Tagessätze zu je zehn Euro) auferlegt. Nun da er Rente bezieht, müsste bei einer Verurteilung ein höherer Tagessatz angesetzt werden.

    Nach kurzer Rücksprache mit seiner Ehefrau zog der Angeklagte seinen Einspruch zurück. Damit ist der Strafbefehl rechtskräftig.

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