• aktualisiert:

    LOHR

    42 Wohnungen in zwei Gebäuden an Rechtenbacher Straße geplant

    Grünes Licht erteilte der Stadtrat am Mittwoch mit 18:3 Stimmen einem Bauvorhaben am Hang zwischen Rechtenbacher Straße (B26) und Valentinusbergstraße.

    Zwei Mehrfamilienhäuser mit zusammen 42 Wohnungen sollen am Hang zwischen Rechtenbacher Straße und Valentinusbergstraße ... Foto: Grafik: Architekturbüro Baunach

    Grünes Licht erteilte der Stadtrat am Mittwoch mit 18:3 Stimmen einem Bauvorhaben am Hang zwischen Rechtenbacher Straße (B26) und Valentinusbergstraße. Dort sollen zwei Mehrfamilienhäuser mit zusammen 42 Wohnungen und zwei Tiefgaragen entstehen.

    Mit seiner Zustimmung hat das Gremium festgestellt, dass sich die geplanten Gebäude mit bis zu fünf Geschossen in das dortige „allgemeine Wohngebiet“, für das kein Bebauungsplan existiert, dem Charakter nach einfügen.

    Auf Basis dieses Beschlusses, den Christine Kohnle-Weis (SPD), Ernst Herr und Michael Kleinfeller (beide CSU) nicht mittrugen, wird das Landratsamt Main-Spessart als Baugenehmigungsbehörde die weiteren Entscheidungen treffen.

    Rainer Tratberger, Leiter des Bauamts „Stadtentwicklung“, erinnerte im Vorfeld der Beschlussfassung daran, dass der Stadtrat diesem Bauvorhaben bereits vor einem Jahr - damals als Voranfrage - einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilt hatte. Tratberger empfahl auch für den nun vorliegenden Bauantrag Zustimmung.

    Damals seien Satteldächer vorgesehen gewesen, jetzt Flachdächer, monierte Ernst Herr. Dadurch habe man faktisch ein Geschoss mehr. Er sprach von einer „grenzwertigen Nutzung“. Zudem wollte er wissen, was mit der ehemaligen Brauereiquelle, die sich auf dem Grundstück befinde, passieren solle. Letzteres werde im Rahmen des wasserrechtlichen Verfahrens abgeklärt, erfuhr er von Tratberger.

    „Es ist schwierig“, meinte auch Kohnle-Weis. Zwar werde in Lohr Wohnraum benötigt, aber das, was dort geplant sei, sei „fast schon zu viel“.

    Ulrike Röder (Grüne) stand dem Vorhaben „generell positiv gegenüber“, auch weil dies ein Beitrag zur Innenverdichtung sei. Allerdings hatte auch sie Bedenken wegen der Größe der geplanten Gebäude. Um sich ein besseres Bild von der Situation machen zu können wäre aus ihrer Sicht ein Modell hilfreich gewesen.

    Brigitte Riedmann (FW) sprach von einer „sehr massiven Bebauung“, an die man sich gewöhnen müsse. Sie habe Verständnis, für die Einwände der Nachbarn, von denen einige in der Sitzung anwesend waren. Allerdings könne der Lohrer Stadtrat das Vorhaben nicht verhindern, sagte sie. Wenn das Gremium das gemeindliche Einvernehmen nicht erteile, werde es vom Landratsamt ersetzt.

    Ihr gehe es nicht um Verhinderung, sagte Bärbel Imhof (Grüne), aber die „Massivität“ der geplanten Gebäude sei „ein Tick zu viel“. Zudem werde die Erschließung des unteren Hauses über die B26 sehr schwierig.

    Laut Plan ist dafür eine Einfahrt von der B26 aufs Grundstück sowie eine separate Ausfahrt auf die B26 vorgesehen; das obere Haus soll hingegen über die Valentinusbergstraße angefahren werden.

    Das Vorhaben sei grundsätzlich zu begrüßen, meinte Bürgermeister Mario Paul. Die Stadtverwaltung werde die Baugenehmigungsbehörde aber darauf hinweisen, dass sie die Größe der geplanten Gebäude, die Zufahrt sowie die wasserrechtliche Situation prüfen und zudem noch einmal das Gespräch mit den Nachbarn suchen solle.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)


      Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de?
      Dann jetzt gleich hier registrieren.