• aktualisiert:

    MARKTHEIDENFELD

    Neustart des Projekts „Bürgerhaus“ fast an gleicher Stelle

    War der Plan eines gemeinsamen Bürgerhauses mit der Kirche in Michelrieth schon von Tisch, lebt er nun wieder auf – in einer ganz neuen Variante.

    Wie in der Bürgerversammlung vor wenigen Tagen versprochen, ging es in der jüngsten Stadtratssitzung um das neue Bürgerhaus in Michelrieth. Nachdem im Dezember der Traum von einem gemeinsamen Bürgerhaus mit der evangelischen Kirchen am Standort des denkmalgeschützten Pfarrhauses geplatzt ist, sollte nun ein alternativer Standort für das Projekt angedacht werden.

    Ursprünglich war dafür das Feuerwehrhaus in Michelrieth vorgesehen. Doch kurz vor Weihnachten ergab sich in einem Gespräch der Stadt mit dem evangelischen Pfarrer Reinhold Völler, der Kirchenverwaltung und Vereinsvertretern eine neue Möglichkeit. Wie Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder sagte, habe Pfarrer Völler erklärt, das die Kirche weiterhin Interesse an einem gemeinsamen Projekt mit der Stadt hätte – fast an gleicher Stelle, wie ursprünglich geplant.

    Neuer Anlauf mit dem Restgrundstück des Pfarrhauses

    Die evangelische Kirche würde sich demnach mit etwa 200 000 Euro Eigenmitteln einbringen, dazu noch mit dem Restgrundstück des Pfarrhaus-Geländes und einer Förderung der Landeskirche. Eventuell könnte für das neue Bürgerhaus auch das Nebengebäude des Pfarrhauses abgerissen werden.

    Folgende Lösung wird nun angestrebt: Das alte Pfarrhaus wird aus der Fläche herausgetrennt, das bisherige Bürgerhaus, das „neue Pfarrhaus“ und die Garagen werden abgerissen. Bauherr und Träger wird die Stadt sein, die Kosten für die Entwurfsplanung durch das Büro Redelbach teilen sich die Stadt und die Kirchengemeinde. Alle Fraktionen im Stadtrat zeigten sich zufrieden, dass es mit dem Bürgerhaus in Michelrieth im Altort weitergeht, der Plan wurde einstimmig angenommen.

    Große Nachfrage nach Baumgräbern

    Die Erweiterung und die zukünftige Entwicklung der Baumgräber am Friedhof am Äußeren Ring war ein weiteres Thema in der Sitzung. Alle zwölf Baumgräber dort seien belegt, „der Wunsch nach einer Urnenbestattung in Nähe eines Baumes nimmt zu“, sagte die Bürgermeisterin.

    Verdichten oder erweitern?

    Eine Möglichkeit sei, in den Bestand noch weitere Plätze für Urnenröhren einzufügen. Landschaftsarchitekt Thomas Struchholz, der im Juli dem Stadtrat seine Überlegungen für eine Erweiterung der Baumgräber vorgestellt hat, rät davon ab. Trotz der wirtschaftlichen Vorteile würde diese Verdichtung dem gestalterinschen Konzeptgedanken widersprechen, künftige Quartiere kleinräumig in die Fläche einzufügen.

    Eine Alternative wäre eine Erweiterung in den Ost- und Westteil des Friedhofs, rund 40 neue Baumgräber könnten so insgesamt geschafft werden. Durch kleine Hecken und Bänke ließe sich der Charakter des Parkfriedhofs auf diese Bereich übertragen. Die Kosten hierfür werden auf etwa 70 000 Euro geschätzt.

    Christian Menig sprach für die CSU seine Zustimmung für eine Erweiterung statt einer Verdichtung aus, bat aber darum, eine Art „Bestandsaufnahme“ zu machen, um den Bedarf besser abschätzen zu können. Auch die Freien Wähler sahen die Erweiterung für sinnvoll an. Sowohl Ruth Haag als auch Martin Harth (SPD) wiesen darauf hin, dass der Friedhof natürlichweise „defizitär“ sei. Teure Grabanlagen würden die Kosten nur irgendwann auf die Angehörigen verlagern. „Man sollte auch die wirtschaftlichen Aspekte nicht vergessen“, so Hart. Der Vorschlag auf Erweiterung des Friedhofs wurde bei zwei Gegenstimmen angenommen.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)


      Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de?
      Dann jetzt gleich hier registrieren.