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    LOHR

    Sackenbacher Schule soll erhalten bleiben

    Die Schule in Sackenbach soll trotz eines Tiefstands der Schülerzahl nicht geschlossen werden. An der Grundschule Sendelbach steht eine Generalsanierung an.

    Stellvertretende Schulleiterin Sandra Sauer (2.v.l.) stellte dem Stadtratssozialausschuss am Montag die Sackenbacher Gru... Foto: Wolfgang Dehm

    Möglicherweise schon im kommenden Jahr, wahrscheinlicher jedoch 2019, solle ein Generalausbauplan für die Sendelbacher Grundschule erstellt werden, sagte Bürgermeister Mario Paul bei der Besichtigung der Einrichtung am Montag durch den Stadtratssozialausschuss.

    Mit diesem Plan kann sich die Stadt dann, sobald es ein geeignetes Förderprogramm gibt, um Aufnahme in dieses Programm bewerben, machte er mit Blick auf die anstehende Generalsanierung deutlich.

    Schüler nicht nur aus Sendelbach

    Aktuell wird die Schule von rund 150 Kindern besucht, die auf acht Klassen verteilt sind. Laut Schulleiter Reinhold Sendelbach kommen sie überwiegend aus Sendelbach, Halsbach, Steinbach, Pflochsbach und Erlach, hinzu kämen einige Gastschüler aus verschiedenen Ortschaften.

    Die seit etwas mehr als einem Jahr bestehende offene Ganztagsschule sei im Prinzip eine Weiterführung der Nachmittagsbetreuung, die es 15 Jahre lang an der Schule gegeben habe. Er bedauerte, dass die über 60 Kinder der Mittagsbetreuung aus Platzgründen getrennt zu Mittag essen müssten: die Warmesser im benachbarten Kindergarten, die Kaltesser in der Grundschule.

    Drei Steinbacher Kinder fahren Taxi

    Laut dem städtischen Jugend- und Familienreferenten Marcel Brunner ist das Feedback der Eltern auf die offene Ganztagsschule gut. Im vergangenen Schuljahr nahmen seinen Worten nach 53 Schüler dieses Angebot wahr, in diesem Schuljahr 66. Drei Steinbacher Kinder würden mit dem Taxi nach Hause befördert, weil es am Nachmittag keine Busverbindung gebe.

    Ob „die Zuführung der Schüler mit dem ÖPNV“ klappe, wollte Michael Kleinfeller (CSU) wissen. „Momentan funktioniert's wieder“, antwortete Schulleiter Sendelbach, allerdings kämen die Kinder oft erst zwei Minuten vor acht und die Erlacher Kinder müssten nach Schulschluss um 13 Uhr noch 25 Minuten auf den Bus warten. Wie zu hören war, soll es nach Einschätzung externer Bewerter mit dem Schulbusverkehr im gesamten Landkreis Main-Spessart nicht ganz rund laufen.

    Zusammenfassend meinte Bürgermeister Paul, punktuelle Investitionen in das Schulgebäude hätten ihre Ziele, die Sicherheit zu erhöhen und das Dach abzudichten, erreicht. Die Digitalisierung sei an der Schule angekommen und die Generalsanierung habe die Stadt im Blick.

    Schule Sackenbach wird nicht geschlossen

    Ebenfalls besichtigt hat der Sozialausschuss am Montag die Grundschule Sackenbach, die derzeit kommissarisch von Wolfgang Schmitt, dem Leiter der Lohrer Grundschule, geleitet wird.

    Laut stellvertretender Schulleiterin Sandra Sauer hat die Schule aktuell 57 Schüler – 17 in der vierten Klasse, 16 in der dritten und 24 in der jahrgangsgemischten ersten und zweiten. Ihren Worten nach herrscht an der kleinen Schule eine familiäre Atmosphäre, das Schulmotto laute „In Geborgenheit lernen“. Ein Schwerpunkt der Schule sei ihre religiöse Ausrichtung. Am Mittwoch Woche findet an der Schule eine Mathematikmeisterschaft statt.

    Nachdem es durch Äußerungen während der Haushaltsberatungen des Stadtrats Aussagen gegeben hatte, die in der Bevölkerung zu Verwirrung führten, betonten etliche Stadträte, dass eine Schließung der Schule nicht beabsichtigt sei. Dazu passend ließ Brunner wissen, dass man mit aktuell 57 Schülern einen Tiefstand erreicht habe; die Prognose weise eine leicht steigende Tendenz bei den Schülerzahlen auf, so dass in den kommenden Jahren mit jeweils um die 60 Schüler zu rechnen sei.

    Miteinander auch bei religiösen Fragen

    Auf die Frage von Ruth Steger (SPD) nach Kindern mit Migrationshintergrund sagte Sauer, solche Kinder seien „in geringem Maß“ vorhanden, man pflege ein liebevolles und wohlwollendes Miteinander, die Kinder ließen sich problemlos integrieren, was auch für religiöse Dinge gelte.

    Mit Blick auf die anstehenden Verbesserungen in Sachen Brandschutz, die rund 230 000 Euro kosten sollen, sagte Bürgermeister Paul, im Wesentlichen gehe es dabei um die Abtrennung der Treppenhäuser mit einer Brandschutzwand, dem Einbau neuer, brandbeständigerer Türen sowie der Errichtung eines weiteren Ausgangs im Untergeschoss. Die Umbauarbeiten sollen seinen Worten zufolge in den Sommerferien erfolgen.

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