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    GEMÜNDEN

    Über 22 000 Besucher bei den Scherenburgfestspielen

    Zufrieden mit der Saison 2017 zeigen sich die Verantwortlichen der Scherenburgfestspiele. Sie lassen durchblicken, dass es künftig Neuerungen geben wird.

    Die Verantwortlichen der Scherenburgfestspiele: Hans Michelbach, Geschäftsführerin Friederike Möbus und Intendant Peter ... Foto: Herbert Hausmann

    „Wir haben Grund zur Freude“, verkündete Hans Michelbach, der Vorsitzende des Festspielvereins. „Die 27. Festspielzeit war die erfolgreichste der vergangenen Jahre.“ Über 22 000 Besucher wurden bisher gezählt. Bis zum Sonntag finden noch Aufführungen statt, sodass das Ergebnis noch getoppt wird, erklärte der 68-Jährige im Pressegespräch zur Festspielbilanz.

    Es gibt noch Karten für die restlichen Vorstellungen, erklärten Michelbach, Geschäftsführerin Friederike Möbus und Intendant Peter Cahn. Damit wird das Plus von 1500 Besuchern gegenüber dem Vorjahr, noch höher ausfallen. Die vom Vorsitzenden angestrebte schwarze Null in der Festspielabrechnung dürfte damit sicher sein.

    „Es könnte sein, dass es auch ein viertes Stück auf den Spielplan schafft.“
    Peter Cahn, Intendant der Festspiele

    „Der Erfolg ist das Verdienst aller Beteiligten“, versicherte Michelbach.

    Schauspieler, Regisseure und Intendant, die Mitwirkenden hinter den Kulissen und das Management hätten mit ihrem Engagement die Scherenburgfestspiele zu einem „Leuchtturmprojekt für die gesamte Region“ gemacht, das seit Jahren das Sommergeschehen bestimme.

    Einen entscheidenden Anteil am diesjährigen Erfolg schrieb Michelbach den drei Stücken zu. Mit „Don Camillo und seine Horden“, „Kohlhiesels Töchter“ und dem Familienstück „Ronja Räuber-Tochter“ habe Cahn Volltreffer gelandet. „Es gab kein Stück, das gegenüber den anderen abgefallen ist“, sagte Michelbach.

    Stamm von 20 Laienspielern

    „Es war wieder wunderschön auf der Burg vor so vielen Menschen zu spielen“, sagte Cahn. Besonders freute er sich über das Engagement der zahlreichen Laienschauspieler. „Es waren Stücke völlig ohne Profis dabei.“ Der Intendant betonte, dass „die Laien nicht die Wasserträger für die Profis sind“. Viele junge „Scherenbürgler“, wie er den Schauspielnachwuchs nennt, standen auf der Bühne. Eine Reihe davon werde man in Zukunft wieder sehen. Etwa 20 potenzielle Spieler stünden für die Abendstücke zur Verfügung. Diese Potenzial müsse bei der Auswahl der Stücke berücksichtigt werden. Er bleibe auf jeden Fall „weiter an Bord“, versprach der Intendant.

    15 von 44 Vorstellungen waren ausverkauft

    Die neue Spielzeit mitplanen und vorbereiten wird auch die Geschäftsführerin Friederike Möbus. Sie coacht die Scherenburg-Festspiele neben ihrer Hauptaufgabe an der Staatsoper in München. Auch Möbus zeigte sich hochzufrieden mit den 27. Festspielen. Über 80 Prozent lag die Auslastung der Vorstellungen. Insgesamt 15-mal hieß es bei den 44 Vorstellungen ausverkauft. Zahlen, über die sich manch renommierte Bühne freuen würde, sagte Möbius. Das Wetter habe bei nahezu allen Aufführungen gepasst, was auch zum guten Ergebnis beigetragen habe.

    Für die neue Spielzeit sind die Weichen gestellt, ließ der Intendant durchblicken. Vier Theaterstücke habe er in der engeren Auswahl, zwei stünden fest, noch im September sollen sie bekannt gegeben werden, der Kartenvorverkauf werde im November beginnen. Cahn will am Konzept mit zwei Erwachsenen- und einem Familienstück festhalten, ist aber offen für Veränderungen: „Es könnte sein, dass es auch ein viertes Stück auf den Spielplan schafft.

    “ Auf jeden Fall wird es im Herbst/Winter einen Workshop geben, bei dem sollen die Schauspieler im Training bleiben und neue Leute hinzugewonnen werden.

    Pläne für dauerhafte Spielstätte nehmen Gestalt an

    Viel Arbeit wird es in den kommenden Monaten für den Festspielverein geben, ließ Vorsitzender Michelbach durchblicken. Demnach sind die Planungen für eine dauerhafte Spielstätte mit Platz für bis zu 700 Besucher ziemlich weit vorangeschritten. Gespräche mit Kultusminister Ludwig Spähnle haben laut Michelbachs Worten bereits stattgefunden. Bei der Umsetzung der „ehrgeizigen Ziele“ des Festspielvereins hofft er auch auf die Unterstützung von Landtagspräsidentin Barbara Stamm, es gehe um die Förderung der Kultur am Standort Gemünden.

    Im Herbst sollen Anträge auf Bau und Förderung eingereicht werden. Der Festspielverein strebe eine Spielstätte an, die Besuchern wie Schauspielern gerecht werde. Sie solle über Sanitäreinrichtungen verfügen sowie behindertengerecht sein und die hohen Auf- und Abbau- sowie Lagerkosten der Vergangenheit angehören lassen, sagte Michelbach.

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