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    MÜNCHEN / MAIN-SPESSART

    Nachhaltiger Wohlstand durch Nationalpark

    Der SPD-Umweltpolitiker Florian von Brunn freut sich über die Unterstützung für einen Nationalpark in der Region Spessart.

    Der SPD-Umweltpolitiker Florian von Brunn freut sich über die Unterstützung für einen Nationalpark in der Region Spessart, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion. Wie eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Bund Naturschutz ergeben hat, sprechen sich 64 Prozent der Befragten für einen Nationalpark in der Region Spessart aus.

    „Die Menschen dort sind weiter als die CSU und haben längst erkannt, dass ein Nationalpark nicht nur gut für die Natur ist, sondern auch gut für nachhaltigen Wohlstand in der jeweiligen Region“, erklärt von Brunn. Der Umweltpolitiker fordert die CSU-Abgeordneten vor Ort auf, zu einem sachlichen Dialog zurückzukehren, anstatt zu versuchen, mit Halb- und Unwahrheiten aufzuwiegeln. Von Brunn hofft, dass die Anhörung im Landtag am kommenden Donnerstag ab 9.15 Uhr zu einer Rückkehr zu einem vernünftigen Austausch führt.

    Machbarkeitsstudie gefordert

    Der Abgeordnete fordert die Staatsregierung auf, für alle in Frage kommenden Gebiete inklusive Steigerwald die von der SPD geforderte Machbarkeitsstudie mit konkreten Lösungsvorschlägen für die bekannten Probleme wie zum Beispiel die Ablösung der Holzrechte vorzulegen: „Auf dieser Basis kann dann der Gestaltungsdialog mit Bevölkerung geführt werden“, stellt von Brunn fest.

    Zudem fordert Florian von Brunn für die SPD-Landtagsfraktion, auch den Steigerwald als Kandidaten in Suche aufnehmen. In einer Pressemitteilung kritisiert er die bisherige Verweigerung der CSU-Staatsregierung: „Der Steigerwald hat die höchsten naturschutzfachlichen Bewertungen. Deswegen ist sein Ausschluss bei der Nationalparksuche nicht nur ein umweltpolitisches Versagen, sondern eine skandalöse Benachteiligung einer ganzen Region.“ Ein Nationalpark sei nicht nur gut für die Natur, sondern auch ein starker Motor für den Wohlstand der Menschen vor Ort. Das sehe man im Bayerischen Wald und in Berchtesgaden.

    „Kein Gebiet ausgrenzen“

    Der Umweltpolitiker von Brunn kündigt an, einen Nationalpark Steigerwald in der Anhörung zu thematisieren: „Kein Gebiet darf ausgegrenzt werden, vor allem keine Gebiete mit alten Buchenwäldern, für die Bayern eine internationale Schutzverpflichtung hat.“ Der Landtagsabgeordnete will außerdem endlich Klarheit von Ministerpräsident Seehofer, ob „die CSU einen dritten Nationalpark wirklich will“. Offensichtlich gebe es in der CSU-Landtagsfraktion wenige Befürworter: „Im Moment sieht es nicht so aus, als ob die Versprechungen der Staatsregierung verwirklicht werden. Vielleicht war es aber auch nur ein naturschutzpolitisches Placebo, das Seehofer der bayerischen Bevölkerung verabreichen wollte.“

    Von Brunn wird das Thema auch noch einmal in das Plenum des Landtags bringen: „Wir wollen, dass sich der Bayerische Landtag klar für einen dritten bayerischen Nationalpark ausspricht. Das wird die Stunde der Wahrheit für Seehofer, und wir sind gespannt, ob die CSU-Fraktion dem Ministerpräsidenten und der Umweltministerin folgt.“

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