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    MAIN-SPESSART

    Nationalpark: Brandbrief von Sebastian Schönauer

    Vor vorschnellen Festlegungen warnt Sebastian Schönauer die Kommunalpolitiker in der Region bei der „Jahrhundertentscheidung“ über einen Nationalpark im Spessart.

    Mit einen Brandbrief in Sachen „Nationalpark im Spessart“ hat sich Sebastian Schönauer als früherer stellvertretender Bürgermeister von Rothenbuch und derzeitiger stellvertretender Landesvorsitzender vom Bund Naturschutz in Bayern an 20 Bürgermeister im Spessart, den Oberbürgermeister von Aschaffenburg sowie die drei Landräte der Landkreise Main-Spessart, Miltenberg und Aschaffenburg gewandt. In dem Schreiben fordert er die Kommunalpolitiker dazu auf, sich nicht zu vorschnellen Entscheidungen oder Bürgerbefragungen drängen zu lassen.

    Zuerst sollten die zugesagten „Machbarkeitsstudien“ und Zusagen bei den Holzrechten von der bayerischen Staatsregierung auf den Tisch gelegt werden, um einen fairen Meinungsbildungsprozess zu ermöglichen. „Das Angebot der Staatsregierung, bei einer Zustimmungsmehrheit einen dritten Nationalpark im Spessart ausweisen zu wollen, kann nur dann als fair bezeichnet werden, wenn die Bevölkerung die vorzulegenden Fakten prüfen und in ihren Gemeinden besprechen kann“, schriebt Schönauer.

    An die Kommunalpolitiker appelliert der erklärte Befürworter eines Nationalparks im Spessart: „Wenden Sie sich an die Staatsregierung, fordern Sie die umgehende Herausgabe der Machbarkeitsstudien und überdenken Sie in ihrer Kommune noch einmal den Zeitpunkt einer eventuell angedachten oder beschlossenen Bürgerbefragung in Ihrer Gemeinde.“ Bei der anstehenden Jahrhundertentscheidung gehe es um die Zukunft der gesamten Region.

    Als erster Bürgermeister hat ihm Klaus Bartel, Ortsoberhaupt von Rechtenbach, geantwortet. In Rechtenbach habe man keine Eile, es sei bisher keine Bürgerbefragung vorgesehen, so Bartel. Allerdings habe sich der Gemeinderat wegen der ungeklärten Frage der Holzrechte gegen einen Nationalpark im Spessart ausgesprochen. Und bei dem „Nein“ des Gemeinderats und eines Großteils der Bevölkerung werde es auch bleiben, solange keine konkreten Informationen vom Umweltministerium zum Thema „Naturpark im Spessart“ vorliegen.

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