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    KARLSTADT

    Verunglücktes Segelflugzeug mit Kran aus der Hecke gehievt

    Nach dem Windenschleppunfall in Karlstadt: Das THW kam mit einem Lkw aus Marktheidenfeld mit Bordkran zur Hilfe. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen 60000 Euro.

    Vor allem der vordere Rumpf des Segelflugzeugs ist schwer beschädigt. Hier ist schon jeweils ein Schlupf vor und einer h... Foto: Felix Schulze (THW Karlstadt)

    Noch am Sonntag gegen Abend wurde das Segelflugzeug geborgen, das bei einem Windenschleppunfall am Karlstadter Saupurzel in eine Hecke gestürzt war. Etwa zwei Stunden dauerte die Aktion, für die ein Lkw des Technischen Hilfswerks (THW) aus Marktheidenfeld mit einem Bordkran angerückt war.

    Der Lastwagen fuhr rückwärts an die Böschungskante der Start- und Landebahn. Von dort aus wurde der Kranarm auf 14 Meter ausgefahren. Bei dieser Ausladung kann er noch 500 Kilo heben. Der Zweisitzer hat 360 Kilo Leermasse.

    Die THW-Helfer legten jeweils einen Schlupf vor und einen hinter der Tragfläche um den Rumpf, sodass das Flugzeug am Schwerpunkt angehoben werden konnte. Während des Kranens sicherten zwei Helfer die Position des Seglers mit Leinen, die an den Enden der Tragflächen befestigt waren.

    Nachdem das Flugzeug abgesetzt war, demontierten Mitglieder des Luftsportclubs die Tragflächen und verluden die Maschine auf einem Transportanhänger. Schwer beschädigt ist die vor allem am vorderen Rumpf. Die Tragflächen weisen leichtere Schäden auf. Der hintere Teil des Rumpfs wirkt äußerlich intakt. Näheres wird eine Untersuchung der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ergeben. Diese hatte auch das Einverständnis für die Bergung erteilt. Den Zeitwert schätzen die Segelflieger auf 60 000 Euro.

    Das THW war mit fünf Marktheidenfelder und vier Karlstadter Helfern im Einsatz.

    Zu dem Unfall war es gekommen, weil die Winde beim Schlepp plötzlich an Leistung verlor. Das Seil wurde ausgeklinkt. In dem Moment befand sich das Flugzeug gerade in einer ungünstige Höhe. Beide Insassen blieben weitgehend unverletzt. Der 17-jährige Passagier saß vorne, hinter ihm der 35-jährige Fluglehrer.

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