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    GEMÜNDEN

    Wiederholter Diebstahl: 39-Jähriger zu Freiheitsstrafe verurteilt

    „Wenn sie diesen Weg weitergehen, führt der unweigerlich ins Gefängnis.“ Diese Prophezeiung gab Amtsrichterin Karin Offermann einem 39-jährigen Mann mit auf den Weg. Der Mann stand erneut wegen Ladendiebstahls vor dem Amtsgericht Gemünden. Insgesamt achtmal hatte der Angeklagte schon lange Finger gemacht.

    „Wenn sie diesen Weg weitergehen, führt der unweigerlich ins Gefängnis.“ Diese Prophezeiung gab Amtsrichterin Karin Offermann einem 39-jährigen Mann mit auf den Weg. Der Mann stand erneut wegen Ladendiebstahls vor dem Amtsgericht Gemünden. Insgesamt achtmal hatte der Angeklagte schon lange Finger gemacht.

    Hackfleisch gestohlen

    Zwei DVDs und zwei Packungen Rinderhackfleisch im Wert von 34,32 Euro wollte der Mann dieses Mal, am 21. Juli im Netto-Markt in Marktheidenfeld, mitgehen lassen. Beobachtet wurde er dabei von einer Ladendetektivin, die die Filiale über die Überwachungskameras kontrolliert hatte. Einen Teil der Waren hatte der 39-jährige Familienvater ordnungsgemäß bezahlt. Allerdings nicht alles.

    „Ich habe ihn gleich nach der Kasse auf die gestohlenen Waren angesprochen“, berichtete die Detektivin als Zeugin vor Gericht. Er sei auch sofort mitgegangen und habe den Diebstahl zugegeben und die gestohlenen Waren zurückgegeben.

    „Ich habe geklaut und ich stehe dazu“, sagte er nun auch vor dem Amtsrichter. Geldnot nannte er auf Nachfrage der Richterin als Grund. „Beim Fleisch kann ich es noch verstehen, aber DVDs muss man nicht unbedingt haben“, hielt ihm Richterin Offermann vor.

    „Der Sohn hat sie sich so gewünscht“, brachte der Angeklagte, der damals ohne Beschäftigung gewesen war, als Entschuldigung für die Tat vor. Seit rund einem Monat hat der dreifache Familienvater aus dem Raum Marktheidenfeld wieder eine Arbeitsstelle.

    Die „schnelle Abfolge“ seiner Taten waren das, was den Staatsanwalt am meisten beunruhigte. Im Jahr 2016 musste er sich wegen Ladendiebstahls zweimal vor dem Amtsgericht in Gemünden verantworten. In der ersten Verhandlungen ging es um fünf Ladendiebstähle und in der zweiten um einen Ladendiebstahl. Dabei wurde er jeweils zu Geldstrafen verurteilt.

    Die Frage, ob auch dieses Mal wieder eine Geldstrafe verhängt werden kann oder eine Gefängnisstrafe das richtige Maß ist, beantwortete der Staatsanwalt eindeutig. „Drei Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung“, so lautete sein Antrag. Dazu forderte er eine Geldauflage in Höhe von 600 Euro.

    600 Euro an das BRK

    Diesem Antrag folgte Richterin Offermann in ihrem Urteil: Die dreimonatige Freiheitsstrafe setzte sie für drei Jahre zur Bewährung aus. Für diese Zeit wird dem Verurteilten ein hauptamtlicher Bewährungshelfer an die Seite gestellt. Als eine der weiteren Auflagen muss der verurteilte Mann 600 Euro an den Kreisverband Main-Spessart des Bayerischen Roten Kreuzes zahlen. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

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