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    TAUBERBISCHOFSHEIM

    VS, Mafi und Weinig suchen Auszubildende für 26 Berufe

    Die Firmen VS, Mafi und Weinig sind die drei größten privaten Arbeitgeber in Tauberbischofsheim. Gemeinsam suchen sie am 1. April Auszubildende.

    Sie laden zum „Tag der Ausbildung“ am 1. April von 9-14 Uhr ein, v.l. Bernhard Schwering (Geschäftsführer kaufmännischer... Foto: Matthias Ernst

    Die Firmen VS-Vereinigte Spezialmöbelfabriken, Mafi Transportsysteme und Michael Weinig AG sind die drei größten privaten Arbeitgeber in der Stadt. Und schon seit Jahren haben sie sich auf die Fahnen geschrieben, sich ihrem Nachwuchs, also ihren zukünftigen Auszubildenden, bei einem Informationstag vorzustellen.

    Unter dem Motto „drei Unternehmen – ein Event“ können sich am Samstag, 1. April von 9 bis 14 Uhr interessierte Schülerinnen und Schüler vor Ort über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten informieren. Insgesamt 26 Ausbildungsberufe oder berufsbegleitende Studiengänge bieten die drei Firmen an.

    Ergänzung statt Konkurrenz

    „Wir konkurrieren nicht, wir ergänzen uns für die Region“, erklärt Walter May, Ausbildungsleiter bei Mafi, die gemeinsame Veranstaltung bei einem Pressetermin. Bernhard Schwering, Geschäftsführer kaufmännische Verwaltung bei der VS, pflichtet ihm bei. An diesem Tag kommen „die Jugendlichen aus Interesse“ und bringen meist ihre Eltern mit. Vor allem die Jugendlichen schauen sich mittlerweile genau an, wo sie ihre Ausbildung beginnen. Sie haben die Wahl.

    Für René Reinhard war allerdings schon zu Schulzeiten klar, was er will. Er wollte zur Weinig AG. Schon sein Vater und Großvater haben hier gearbeitet. Er absolvierte nach der Mittleren Reife eine Ausbildung zum Mechatroniker, verkürzte die Lehrzeit und machte sein Fachabitur. Seit kurzem studiert er an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Mosbach Mechatronic.

    Er ist damit nicht der erste Student aus dem Unternehmen, der erst eine Ausbildung gemacht und sich dann weitergebildet hat, freut sich Bianca Friedlein, verantwortlich für Personal und Personalentwicklung bei der Michael Weinig AG.

    Das Unternehmen ist weltweit aktiv, hat rund 4000 Arbeitsplätze und davon knapp 800 am Standort Tauberbischofsheim. Auch in den anderen Unternehmen ist es durchaus üblich, dass gute Auszubildende sich weiter bilden nach Abschluss der Lehre.

    Große Chancen auf Übernahme

    Walter May (350 Mitarbeiter) verdeutlicht, dass jeder der im Betrieb ausgebildet wird, auch die Chance hat übernommen zu werden, ähnlich wie bei der VS. Bernhard Schwering (1200 Mitarbeiter, rund 1050 in Tauberbischofsheim): „Wir übernehmen unsere Jugendlichen, wenn irgend möglich“.

    Der Radius für die handwerklichen Ausbildungsberufe liegt dabei bei rund 30 Kilometern, während die Hochschulstudenten auch schon mal von weiter her kommen. Doch vor allem aus der Region beziehen alle drei Firmen ihre Nachwuchskräfte, und das schon erfolgreich seit vielen Jahren. Zusammen haben alle Drei derzeit 124 Auszubildende oder Studierende in ihren Reihen. Damit das so bleibt, bemüht sich die Geschäftsführung um genügend Aufträge und die Personalabteilungen um genügend Nachwuchs.

    Noch sei der Andrang an Jugendlichen so groß, dass die offenen Stellen besetzt werden können, doch allen drei Betrieben ist klar, der Kampf um die Auszubildenden der Zukunft wird härter. Man muss den Jugendlichen heutzutage schon was bieten, sagt beispielsweise Walter May. Hilfreich bei der Arbeitsplatzwahl sei auch ein gutes Image der Firma. „Da sind wir ganz gut aufgestellt, das haben wir uns auch erarbeitet in den letzten 100 Jahren“, meint Bernhard Schwering.

    Die Internationalität zieht ebenfalls als Argument für einen Arbeitsplatz, hat Bianca Friedlein festgestellt. Die Weinig AG ist international sehr gut vertreten mit ihren Dependancen in der ganzen Welt. Da gibt es tolle Entwicklungsmöglichkeiten für jeden Interessierten.

    Welche Vorteile die drei Betriebe sonst noch bieten, kann man beim „Tag der Ausbildung“ am 1. April von 9 bis 14 Uhr live erfahren. Jeder Jugendliche ist willkommen, sich die Betriebe aus der Nähe anzuschauen und ihre Fragen zu stellen.

    Azubis informieren

    Dabei wird auf Augenhöhe gesprochen, denn alle drei Firmen setzen ihre derzeitigen Auszubildenden ein, um den Interessenten die Firmen zu präsentieren. „Wir haben einfach gemerkt, dass man sich in der 'Generation Y' direkt untereinander besser austauscht.“ Selbstverständlich sind aber auch die Ausbildungsleiter der jeweiligen Firmen vor Ort und beantworten alle Fragen, auch die der Eltern.

    Treffpunkt ist jeweils am Parkplatz zwischen VS und Weinig AG in der Weinigstraße in Tauberbischofsheim.

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