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    KARLSRUHE

    Atomstandort wurde evakuiert

    Über die Sicherheit von Atommeilern bei einem Flugzeugabsturz wird immer wieder diskutiert – vor einer Woche wurden einige geräumt.

    Über die Sicherheit von Atommeilern bei einem Flugzeugabsturz wird immer wieder diskutiert – vor einer Woche wurden einige geräumt. Vorsorglich. Wegen eines fehlenden Kontaktes zu einem Flugzeug. Auch Philippsburg war dabei.

    Wegen eines unterbrochenen Funkkontakts zu einem Flugzeug im deutschen Luftraum ist am Freitag vor einer Woche auch der Atomstandort Philippsburg vorsorglich geräumt worden. Das bestätigte eine Sprecherin des Betreibers EnBW am Donnerstag. Zuvor hatte der WDR berichtet, dass bundesweit sieben der acht noch in Betrieb befindlichen Meiler und mehrere stillgelegte Kraftwerke von dem „Renegade“-Voralarm betroffen gewesen waren – und damit mehr als bislang angenommen.

    Auch die AKW-Betreiber RWE und PreussenElektra bestätigten dies dem Sender. Nach Angaben einer EnBW-Sprecherin wurde der Standort Philippsburg – wie die meisten anderen Anlagen auch – für etwa eine Stunde evakuiert. Der Standort Neckarwestheim sei nicht evakuiert worden. In Philippsburg gibt es einen stillgelegten älteren Meiler und den in Revision befindlichen jüngeren Kraftwerksblock 2. Letzterer war kürzlich in den Schlagzeilen: Nach im Dezember entdeckten Mängeln im Notspeisesystem sorgt sich das Stuttgarter Umweltministerium um die Sicherheit von Philippsburg 2 im Fall eines Flugzeugabsturzes oder eines Erdbebens. Die EnBW untersucht derzeit die Ursache der Mängel.

    Bearbeitet von Conny Puls

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