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    WERTHEIM

    Übermüdet in den Gegenverkehr

    Auf der Heimfahrt von der Nachtschicht, um 6.40 Uhr, ist ein Arbeiter in Freudenberg eingeschlafen und mit seinem Auto in den Gegenverkehr geraten. Zwei andere Personen erlitten dabei laut Polizei Prellungen und ein Halswirbelschleudertrauma. Glück war, dass sich der Zusammenstoß in der Hauptstraße ereignete, wo nur maximal 30 Stundenkilometer erlaubt sind.

    Auf der Heimfahrt von der Nachtschicht, um 6.40 Uhr, ist ein Arbeiter in Freudenberg eingeschlafen und mit seinem Auto in den Gegenverkehr geraten. Zwei andere Personen erlitten dabei laut Polizei Prellungen und ein Halswirbelschleudertrauma. Glück war, dass sich der Zusammenstoß in der Hauptstraße ereignete, wo nur maximal 30 Stundenkilometer erlaubt sind.

    Wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung in zwei Fällen verurteilte nun das Amtsgericht Wertheim den Familienvater aus der Main-Tauber-Stadt zu 40 mal 50 Euro Strafe und verhängte ein Fahrverbot von drei Monaten.

    Unfall im März

    Der Zusammenstoß ereignete sich im März dieses Jahres. In der Verhandlung trug der Angeklagte vor, wegen gesundheitlicher Probleme seines Sohnes habe er zwei Nächte zu wenig geschlafen. Er musste sich aber bohrenden Fragen des Gerichts stellen, ob er weiß, wie viel Glück er und die Unfallgegner hatten, und wie er so etwas in künftig vermeiden wolle. Ihm fiel nur die Antwort ein, er werde ausreichend schlafen.

    Die Staatsanwältin beantragte neben der Strafe den Entzug der Fahrerlaubnis sowie eine Sperrfrist für die Wiedererteilung von sechs Monaten. Der Verteidiger bat darum, von einem einmaligen Versagen auszugehen. Wichtig für den Mandanten sei, bei den verschiedenen Schichtzeiten von zu Hause zum Arbeitsplatz zu kommen und umgekehrt. Ein Fahrverbot von drei Monaten nannte der Anwalt als Denkzettel ausreichend.

    Die Richterin hielt das für vertretbar, weil kein Alkohol oder übermäßig lange Fahrzeiten zu Grunde lagen. Sie hoffe aber, dass ihre Entscheidung kein Fehler ist, und es zu keiner weiteren Verkehrsstraftat durch den Beschuldigten komme. Im Übrigen brauche er sich nicht zu grämen, dass er am Unfallort ehrlich die Übermüdung einräumte. Er sei schon vor Freudenberg aufgefallen, als er nach links kam.

    Anzufügen ist, der Angeklagte hat im privaten Bereich „mutig“ finanzielle Risiken auf sich genommen: ein Haus zu „100% fremdfinanziert“ sowie zwei Autos auf Kredit, für ihn und die Ehefrau.

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