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    WERTHEIM

    Motorradfahrer nötigt Autofahrer

    Zwischen Urpar und Eichel, auf der L 2310, bremste ein Motorradfahrer nach dem Überholen einen Autofahrer aus. Wegen Nötigung wurde er jetzt verurteilt.

    Zwischen Urpar und Eichel, auf der L 2310, bremste ein Motorradfahrer nach dem Überholen einen Autofahrer aus. Wegen Nötigung verurteilte nun das Amtsgericht Wertheim den Kradfahrer zu einer Strafe von 20 mal 40 Euro.

    Der Angeklagte überholte bereits in Urphar mehrere Autos, später den Geschädigten. Als Gegenverkehr auftauchte, schnitt das Motorrad den Geschädigten und zwang ihn zum Bremsen. Auf das protestierende Hupen hin bremste der Kradfahrer auf 40 Stundenkilometer ab, schaute nach hinten und habe mehrfach mit dem Mittelfinger Gesten gemacht.

    Punkte in Flensburg

    Der Beschuldigte meinte dagegen, als er überholte, sei das Auto auf seine linke Seite gekommen und er habe auf 140 Stundenkilometer beschleunigen müssen. Er habe sich deswegen beim Geschädigten beschweren wollen, doch dieser sei, als er auf einem Parkplatz auf ihn wartete, vorbeigefahren. In Wertheim, vor der Ampel Alte Mainbrücke, habe er dann an die Autoscheibe geklopft und habe die Beschwerde vorgetragen. Die Staatsanwaltschaft wägte die Äußerungen beider Seiten ab und schenkte dem Autofahrer eher Glauben. Sie beantragte eine Geldstrafe von 600 Euro (30 mal 20 Euro).

    Der Verteidiger plädierte für die Einstellung des Verfahrens, allerdings vergeblich. Mit Rechtskraft des Urteils erfolgen Einträge ins Strafregister (Berlin) und ins Flensburger Fahreignungsregister (zwei Punkte).

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