• aktualisiert:

    AUB

    Förderverein für Erhalt der alten Auber Schmiede gegründet

    In der Auber Gemeindeschmiede, die 1610 gebaut wurde, war es seit 1980 recht still geworden. Das soll sich jetzt ändern. Ein Förderverein will für neues Leben sorgen.

    Einen gemeinnützigen „Förderverein zur Erhaltung der alten Schmiede e.V." in Aub haben gegründet: Vorsitzender Harald We... Foto: Wolfgang Somieski

    Aus der historischen mittelalterlichen Schmiede in Aub dringen schon seit einiger Zeit Klopfgeräusche durch die Eingangstür nach draußen.

    Ein klares Zeichen dafür, dass dort wieder Leben eingezogen ist. In der Gemeindeschmiede, die im Jahre 1610 errichtet wurde, war es seit 1980 recht still geworden.

    Nun aber haben die Auber Bürger mit viel Engagement das Heft des Handelns in die eigenen Hände genommen und ihre Alte Schmiede vor dem Verfall und dem Abriss gerettet. Inzwischen wurden umfangreiche Arbeiten erledigt.

    Wichtig war zunächst das Dach dicht zu bekommen. Dann folgten Entrümpelungsmaßnahmen und die Sicherung und Wiederherstellung der historischen Inneneinrichtung.

    Draaer Bürger, wie die Auber in der Heimatsprache genannt werden, arbeiteten an vielen freien Tagen und Stunden ehrenamtlich und so ist die Schmiede ein wahres Schmuckstück und ein richtiger Hingucker geworden.

    Unlängst saßen zehn Auber gemütlich zusammen, und da wurde die Idee geboren, einen gemeinnützigen Verein zu gründen. Dieser sollte „ Förderverein zur Erhaltung der alten Schmiede“ genannt werden.

    Einig war man, dass Harald Weigand zum Vorstand, Matthias Fries zu seinem Stellvertreter, Otmar Düring als Schriftführer und Jens Herbst zum Kassier gewählt wurden, um dem Ganzen einen rechtlichen und organisatorischen Rahmen zu geben.

    Im unteren Geschoß der Schmiede funktioniert die Transmission für den großem Schleifbock wieder. Einige Messer konnten hier scharf angeschliffen werden.

    Es gibt ja in der Landwirtschaft oder aber auch im Hobbybereich wichtige Schleifarbeiten, die am großen Schleifbock im Untergeschoss hervorragend erledigt werden können. Das Schmiedefeuer kann seit vorigem Jahr wieder angezündet werden. Das Gebläse verhilft dem brennenden Steinkohlenkoks das Eisen auf rund 1000 Grad Celsius zu erhitzen. Eisenbiegemaschine und ein Karbidschweißgerät kann man hautnah erleben.

    Archiv geplant

    Im oberen Bereich ist die Einrichtung eines Archivs vorgesehen. Bestaunt werden können hier alte Dokumente, Bilder, Urkunden, Rechnungen, Werkzeuge, Hufeisen und anderes. Vorstand Harald Weigand hat schon einige male wieder geschmiedet, wie er sagte. Vorgesehen ist im Sommer ein Fest für die ganze Bevölkerung von Aub und aus der Umgebung auf die Beine zu stellen.

    Mit dem Erlös und vielleicht auch weiteren Spenden können so manche Restarbeiten sicher noch erledigt werden.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!