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    BAHRA

    Bahras Dorfchronik: Geschichte, Bilder und magische Momente

    Vom 26. bis 28. Mai lädt Bahra zur 1000-Jahrfeier ein. Nun wurde die Dorfchronik vorgestellt. Dabei gab es viel Lob für Autor Julius Pregitzer und seine Mitstreiter.

    Die Dorfchronik zum Jubiläum „100 Jahre Bahra“ wurde am Freitag offiziell vorgestellt. Im Bild (von links) Bürgermeister... Foto: Fred Rautenberg

    Vom 26. bis 28. Mai lädt der Mellrichstädter Stadtteil Bahra zur 1000-Jahrfeier ein. Am Freitag wurde nun bei einem offiziellen Termin die große Dorfchronik vorgestellt. 450 Exemplare warten auf ihren baldigen Verkauf. Julius Pregitzer, der Verfasser von „1000 Jahre Bahra 1017 bis 2017“ präsentierte das Resultat seines enormen Forscherfleißes, das Werk seiner vieljährigen Arbeit, in einer Runde mit Ortssprecher Karl-Heinz Kirsch, Bürgermeister Eberhard Streit, Helmut Wacker und Christian Scholz aus Bahra sowie Kathrin Wimmer und Georg Stiehl, die auch maßgeblichen Anteil am Entstehen des Buchs hatten.

    Aus einem ursprünglich geplanten dünnen Heft ist ein respektables Buch mit festem Einband geworden. 232 Seiten umfasst es, reich und farbig bebildert. Inhaltlich ist es ein Schatzkästlein an Informationen: ein schmuckes, heimatkundliches Lesebuch über Bahra mit historischer Akzentsetzung, das man aber schon wegen seines ansprechenden Äußeren gern in die Hand nimmt.

    Julius Pregitzer beansprucht die Autorenschaft nicht für sich allein. Er weiß, was er seinen beiden Mitarbeitern, der Germanistin Kathrin Wimmer und dem Schriftsetzer im Ruhestand, Georg Stiehl, zu verdanken hat. Zwar hat Pregitzer in unglaublich vielen Archiven gewühlt und in vergleichbaren Quellen gefischt (drei dicht bedruckte Seiten am Buchende mit den entsprechenden Angaben zeugen davon), hatte eine Riesenfülle an Dokumenten zusammengetragen. Doch die mussten natürlich gesichtet, geordnet, ausgewertet werden. Das war Kathrin Wimmers Aufgabe. Zudem mussten sie sprachlich so aufbereitet werden, dass man sie gerne liest. Georg Stiehls Aufgabe war das Layout.

    „Es war für mich ein magischer Moment, als aus den zahllosen Dateien druckfertige Seiten entstanden“, so Kathrin Wimmer. Die 88 Seiten im ersten Teil werden durch eine Fülle von Bildern aufgelockert. Hier sind „Erinnerungen an die Zeit von vor mehr als 70 Jahren“ zusammengetragen, Chroniken aus dem Turmknopf der Ortskirche werden ausgewertet, es werden bekannte Personen aus Bahra und die vielen Dorfvereine vorgestellt. 96 Seiten umfasst dann die Chronik von Julius Pregitzer, beginnend in der Zeit des hohen Mittelalters und endend mit dem 23. März 2017. Der letzte Teil ist, reich bebildert, ganz aktuell dem Jahr 2017 gewidmet.

    Julius Pregitzer und seinem Forscherdrang ist es überhaupt erst zu verdanken, dass sich das Dorf seiner Ursprünge bewusst wurde und nun das 1000-Jahre-Jubiläum feiern kann. 1987 hatte der gebürtige Ochsenfurter bereits mit dem Sammeln von historischen Informationen begonnen. „Das Schreiben von Chroniken liegt in meiner Familie in den Genen“, erzählt der Autor. Vor sieben Jahren, als er in den Ruhestand trat, widmete er sich mit ganzem Einsatz dieser Aufgabe. „Das Ziel war, ein Buch vorzulegen aus der Vergangenheit für die Gegenwart, so Pregitzer. Es wird auch für künftige Generationen eine permanente Aufgabe sein, immer wieder neu den Kontakt zur eigenen Vergangenheit und Geschichte herzustellen.

    Eberhard Streit sprach Pregitzer und seinen Mitstreitern ein großes Lob und den Dank der Stadt aus, die Herausgeber des Buchs ist. Die Chronik soll 25 Euro kosten und beim Jubiläum verkauft werden.

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