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    HOLLSTADT

    Ein echtes Gemeinschaftserlebnis

    Freitagfrüh „halb fünf“, die Glocken der Jakobuskirche läuten. Nach einem Segensgebet starten 46 Frauen und Männer aus Hollstadt und umliegenden Pfarreien mit Kreuz und Fahnen unter der Leitung des Wallfahrtsführers Manfred Müller nach Vierzehnheiligen.

    Nach zwei Tagen und 80 Kilometern Fußmarsch stellten sich die Hollstädter Wallfahrer nach dem Wallfahrergottesdienst vo... Foto: Günther Bohuschke

    Freitagfrüh „halb fünf“, die Glocken der Jakobuskirche läuten. Nach einem Segensgebet starten 46 Frauen und Männer aus Hollstadt und umliegenden Pfarreien mit Kreuz und Fahnen unter der Leitung des Wallfahrtsführers Manfred Müller nach Vierzehnheiligen.

    Eine erste Rast wird an der Wallfahrtskirche in Ipthausen eingelegt, um dann, gestärkt und verstärkt durch viele neu Hinzugekommene, weiterzuziehen. Für Verpflegung, Rucksacktransport und Absicherung der Wallfahrer sorgt Valentin Balling mit seinem Helferteam.

    An der Saalequelle bei Obereßfeld geht es auf einem von Helmut Wehe erkundeten „neuen Wallfahrtsweg“ weiter. Nach der Mittagspause im Wald bei Schweikershausen erreichen die Pilger bei Wasmuthhausen wieder den bekannten Weg. Dort stärkt man sich bei der Feuerwehr mit Kaffee und Kuchen. Nach 58 Kilometern Fußmarsch erreichten die Wallfahrer um 19 Uhr Seßlach, wo schon die Herbergsfamilien auf die müden Hollschter warteten.

    Am Samstag um 9 Uhr feiert man in der Stadtpfarrkirche Seßlach mit vielen Neuankömmlingen eine Messe, dann ziehen nunmehr 92 Wallleute singend und betend weiter.

    Ein ergreifender Augenblick ist der Halt am „Roten Kreuz“ im Wald. Nach einem Gebet und einem Gedächtnis von Wallfahrtsführer Manfred Müller an alle verhinderten und verstorbenen Wallfahrer erklingt ein Trompetenduett von Stefan Romeis und Willi Heitel.

    Nach dem Abstieg und der Überquerung des Mains ist die Basilika fast zum Greifen nahe, aber der Anstieg durch die „Kehl“ fordert nochmals alle Energien. Alle Strapazen der vergangenen Tage sind beim feierlichen Einzug in die Basilika Vierzehnheiligen unter dem Dröhnen der Glocken und der Musikkapelle mit dem Lied „Großer Gott wir loben Dich“ vergessen.

    Im Anschluß an die Wallfahrermesse wird Christian Will für seine 25.Wallfahrt geehrt. Anstecknadeln erhalten auch Konrad Greb und Gisela Remler.

    Wallfahrtsführer Manfred Müller dankt allen mit den Worten: „Keiner würde diesen Weg allein gehen, dies ist nur in so einer Gemeinschaft möglich, bei der Freundschaften, geteiltes Leid, aber auch innere Einkehr und Neuausrichtung erneuert und gestärkt werden“.

    Der Dank der Wallfahrer an ihren Wallfahrtsführer ist ein kräftiger Applaus.

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