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    BAD KÖNIGSHOFEN

    425 Jahre Königlich privilegierte Schützengesellschaft

    Höhepunkt des Bürgerfestes, verbunden mit dem Jubiläum 425 Jahre Königlich privilegierte Schützengesellschaft, war am Sonntag der Festzug durch die Stadt.

    Höhepunkt des Bürgerfestes in Bad Königshofen, verbunden mit dem Jubiläum 425 Jahre Königlich privilegierte Schützengesellschaft, war am Sonntag der Festzug durch die Stadt.

    Zum Jubiläum der Schützen waren zahlreiche Schützenvereine mit ihren Königinnen, Königen, aktiven Mitgliedern, Vertreter des Schützengaus und Fahnenabordnungen angereist - ein eindrucksvolles Bild.

    Mit Radlern und Ehrengästen

    Angeführt wurde der Festzug vom Untereßfelder Spielmannszug, dem zwei Fahnenschwingerinnen vorangingen. Es folgten die Ehrengäste mit Bürgermeister Thomas Helbling, Steffen Vogel, MdL, Stadträten, Kreisräten und Allianz-Sprecher Jürgen Heusinger. Besonderen Beifall von den Zuschauern erhielten der Radfahrerverein Grabfeld Untereßfeld, der mit historischen Fahrrädern, Laufrad-Nachbauten und Hochrädern an die Erfindung des Fahrrads vor 200 Jahren erinnerte, der Obst- und Gartenbauverein Bad Königshofen Ipthausen mit seinem „Zuckermännle“, der Kleingartenverein mit seinem Bollerwagen voller Gemüse und Blumen, die Abteilungen der „Harmonia“ inklusive Trachtentanzgruppe, die Feuerwehren, die Musikkapellen und die TSV-Kinder, die mit ihren „shakehands-T-shirts“ zur Toleranz aufriefen. Den Abschluss machte die Prominentenband die auf einem Wagen musizierte und die Zuschauer zum Festplatz leitete.

    Auf der Bühne an der Trink- und Wandelhalle begrüßte Bürgermeister Thomas Helbling die vielen Gäste. Er erinnerte daran, dass die meisten Schützenvereine zwecks Verteidigung der Städte und Gemeinden im Mittelalter gegründet wurden, die Geschichte der hiesigen Schützen gehe mindestens bis 1592 zurück und wurde nach Annahme der bayerischen Schützenordnung 1870 zur Königlich privilegierten Schützengesellschaft ernannt.

    Säule des Brauchtums

    Sie ist der älteste Verein der Stadt und einer der ältesten in Bayern. Die Schützen bleiben eine wichtige Säule des Brauchtums und seien mit den Rundenwettkämpfen und Veranstaltungen wie dem Vatertagsfest eine fest verankerte Institution in der Stadt. Der Verein könne stolz sein auf seine Geschichte und seine Leistungen.

    Ein Grußwort sprach anschließend die Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar, die sich für das ehrenamtliche Engagement, den Teamgeist und das Bilden von Werten bei Jugendlichen im Verein bedankte. Sie werde manchmal gefragt, ob Schießen überhaupt ein Sport sei. Das könne sie bejahen, denn es gehöre Training, Kraft, geistige Frische und Konzentrationsvermögen dazu, um mit ruhiger Hand ins Ziel zu treffen.

    Nicht noch mehr Bestimmungen

    Auch Landtagsabgeordneter Steffen Vogel gratulierte und erinnerte daran, dass die Bundesrepublik erst 70 Jahre alt ist und der Schützenverein 100 Jahre nach der Entdeckung Amerikas gegründet wurde. Das Engagement der Menschen, die das Schiff bis heute gesteuert haben, verdiene höchste Anerkennung. Er sprach sich dagegen aus, die Schützen durch immer mehr Bestimmungen einzuschränken. Sie seien verantwortungsvolle Menschen, die Sport, Kultur und Brauchtum pflegen.

    Ohne Helfer nicht möglich

    Das letzte Wort, bevor der Festbetrieb weiterging, hatte Schützenmeister Thomas Fischer, der sich bei allen bedankte, die durch ihr Erscheinen ihre Anteilnahme am Jubiläum gezeigt haben. Sein Dank galt auch allen Helfern, die das Fest organisiert haben und an den Verpflegungsstationen, den Kinderbeschäftigungsstationen oder als Musiker auf der Bühne tätig waren.

    Mit dem Seniorennachmittag, dem Kesselfleischessen und gemütlichem Beisammensein endete das Bürgerfest am Montagabend.

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