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    WALDBERG

    Eine Straße wird zur Visitenkarte von Waldberg

    Mit einem großen Straßenfest wurde die Neugestaltung der Premicher Straße in Waldberg gefeiert.

    Los geht's: Das Band zur Eröffnung der neugestalteten Waldberger Straße wurde durchschnitten von (von links): Michael Ma... Foto: Eckert

    Mit einem großen Straßenfest wurde die Neugestaltung der Premicher Straße in Waldberg feiert. Ein Familiengottesdienst mit Pfarrer Reinhold Kargl ging dem offiziellen Teil mit Ansprachen und Durchschneiden des roten Bandes voraus.

    „Die Premicher Straße ist sehr schön geworden“, lobte Pfarrer Kargl die Neugestaltung. Sie sei nicht nur eine Fahrstraße mit Parkflächen, sondern auch mit Gehwegen und Bereichen, wie dem Dorfplatz, die zur Begegnung einladen. Auch gebe es genügend Platz für die Kinder.

    „Alte Bilder zeigen, wie die Straße früher beschaffen war, ein holpriger Weg für die Kuhfuhrwerke mit kleinen Häusern am Straßenrand. So wie die Straße jetzt aussieht, spiegelt sie einen gewissen Wohlstand wider. Wir können es uns leisten, die Straße so breit auszubauen und farbenfroh zu gestalten. Und auch die Häuser sind gewachsen“, so Kargl. Das Leben im Dorf habe sich gewandelt, das werde offensichtlich, um so wichtiger sei es, die Dorfgemeinschaft weiter aktiv zu pflegen.

    Bürgermeister Joachim Bühner griff die Predigt des Pfarrers auf und bezeichnete die Premicher Straße als „Lebensader“ von Waldberg. Die neue Straße bringe neue Lebensqualität nach Waldberg. Es habe sich ausgezahlt, dass die Bürger von Beginn an in Arbeitskreissitzungen in das Projekt einbezogen waren. Bühner dankte allen, die zur Realisierung beigetragen haben, vor allem aber seinem Stellvertreter Roland Bühner, der unzählige Stunden in Arbeitskreissitzungen verbrachte und für die Bürger Ansprechpartner war. Dankesworte sprach Bühner den Firmen und Planungsbüros, sowie dem Amt für ländliche Entwicklung für die 70 prozentige Förderung im Rahmen der Dorferneuerung aus. Ein besonderes Dankeschön ging an die Anwohner der Premicher Straße, die Baulärm, Staub oder Sperrungen mit viel Geduld hingenommen haben. Die Umgestaltung der Premicher Straße kostete 1 090 000 Euro, die Förderung betrug 735 000 Euro. Im Zuge der Maßnahme fiel die Sanierung beziehungsweise Zurücksetzung der Friedhofsmauer an, die 114 000 Euro kostete und mit 57 000 Euro gefördert wird.

    Einen Rückblick auf die Planungen lieferte der stellvertretende Bürgermeister Roland Bühner. 2008 ging es in den Walddörfern mit der Dorferneuerung los. Es folgten Arbeitskreisgründungen und die Festlegung von Schwerpunkten. Weit mehr als 25 Arbeitskreissitzungen und mehrere Bürgerversammlungen wurden abgehalten, um die Ideen und Anregungen der Bürger aufzunehmen. Für Waldberg wurde neben der Umgestaltung des Kirchplatzes, in Zusammenarbeit mit der Kirchenverwaltung, auch die Umgestaltung des Dorfangers in der Premicher Straße als Hauptthema bestimmt. Volker Zehe übernahm die Leitung des Arbeitskreises. Ab 2013 machte man sich an die Umsetzung der Planung.

    Bühner sprach von einer zügigen und reibungslosen Bauabwicklung. Im Herbst Er dankte seinen Gemeinderatskollegen für die „mutige Entscheidung“ die Premicher Straße im Rahmen der Dorferneuerung zu sanieren. Auch Bühner dankte den Firmen und dem Amt für ländliche Entwicklung und den Bürgern, die „ohne großes Knurren und Jammern“ die Bauarbeiten hinnahmen. „Ja, es wurde sogar mit angepackt“.

    Das Straßenfest zur Segnung und offiziellen Freigabe der Premicher Straße wurde zugunsten der Waldberger Spielplatzsanierung ausgerichtet. Trotz der großen Hitze war der Zuspruch sehr gut. Glückwünsche überbrachte Erika Stubenrauch, vom Ingenieurbüro Stubenrauch. „Ich hoffe, sie werden ihr neues Umfeld so mit Leben erfüllen wie heute“. Die Straße sei generationenübergreifend für alt und jung gestaltet worden. Für die Sanierung des Spielplatzes Waldberg überreichte Stubenrauch einen Beitrag. Das Amt für ländliche Entwicklung wurde von Ottmar Prozelt vertreten, der für das bemerkenswerte Engagement der Bürger in der Planungsphase dankte. Die Umgestaltung der Premicher Straße sei eine Baustein auf dem Weg zu gleichwertigen Lebensbedingungen im ländlichen Raum. Als eine „tolle Visitenkarte“ bezeichnete Bezirksrätin Karin Renner die Straße.

    „Danke an alle Waldberger, dass ihr es gemacht habt, billig war es ja nicht“, begrüßte Landrat Thomas Habermann die Neugestaltung. Und Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner freute sich, das er als Premicher eine Premicher Straße mit eröffnen durfte.

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