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    OBERWEISSENBRUNN

    Personalrochade bei der Feuerwehr

    Führungswechsel bei der Feuerwehr. Nach zwölf Jahren als Kommandant stand Bernd Abert nicht mehr zu Wiederwahl zur Verfügung. Nachfolger ist Tobias Schneider.

    Führungswechsel bei der Feuerwehr Oberweißenbrunn. Nach zwölf Jahren als Kommandant stand Bernd Abert nicht mehr zu Wiederwahl zur Verfügung, zumal er als Kreisbrandmeister weitere Aufgaben zu absolvieren hat. Seine Nachfolge tritt der bisherige Stellvertreter Tobias Schneider an. Zu dessen Nachfolger wurde Patrick Vorndran gewählt.

    Eigentlich wäre die Neuwahl erst im nächsten Jahr drangewesen, doch da sich eine junge Führungsmannschaft bereiterklärte Verantwortung zu übernehmen, wurde auch die Neuwahl des Vorstands vorgenommen. Alfred Stary, der nunmehr 23 Jahre in der Verantwortung bei der Feuerwehr steht, davon knapp die Hälfte als erster Kommandant und im Anschluss als Vorsitzender des Feuerwehrvereins, gab den Vorsitz an seinen Sohn Florian weiter. Alfred Stary übernimmt im Verein die Position des Schriftführers, die bisher Michael Reinhardt inne hatte.

    Dieser wird sich um die Atemschutzgeräteträger kümmern. Diesen Posten wiederum hatte bisher Florian Stary ausgeübt. Der neue Kommandant ist laut Satzung automatisch der stellvertretende Vereinsvorsitzende. Die Kasse wird weiterhin von David Johnson geführt. Zu Kassenprüfern wurden Susanne Abert und Sandra Graumann gewählt, Vertrauensleute sind Bernhard Eisenmann und Roland Menzel. Sprecher der Passiven und fördernden Mitglieder ist Robert Vorndran.

    Ehrungen wurden ausgesprochen für 40 Jahre Mitgliedschaft an Harald Vorndran und Gerhard Back. Seit zehn Jahren ist Thomas Wagner passives Mitglied bei der Feuerwehr Oberweißenbrunn.

    Markus Benkert und David Johnson wurden für 25 Jahre aktiven Dienst geehrt. Bürgermeister Georg Seiffert überreichte das Silberne Ehrenzeichen der Stadt Bischofsheim, als Zeichen des Dankes und der Anerkennung. Seit 30 Jahren im aktiven Dienst sind Claus-Peter Schaupp, Ralf Roth und Andre Back.

    Neuaufnahmen

    Neu in die Wehr aufgenommen wurden Luis Zachmann, Hendrik Enders und Lea Schaupp. Zur Feuerwehr Oberweißenbrunn gehören derzeit 41 Aktive und 18 Jugendliche. Zum Feuerwehrverein gehören 123 Mitglieder.

    Kommandant Bernd Abert erinnerte an die Leistungsprüfung, an neun Übungen und acht Einsätze. Dazu zählten ein Brand einer Gartenhütte, auslaufender Kraftstoff, eine Ölspur und Verkehrsunfälle auf der Umgehungsstraße. Abgesichert wurden Braveheart-Battle, Martinsumzug, Kirmes und Volkswandertag.

    Florian Stary berichtete von zehn einsatzfähigen Atemschutzgeräteträgern, die ihr Übungssoll erfüllt haben. Zwölf feuerwehrtechnische Übungen haben die Jugendlichen unter Patrick Traverso absolviert. Weihnachtsbaumsammlung, Zeltlager und Wissenstest kamen hinzu.

    Den Truppführer-Lehrgang haben Patrick Abert, Kevin Back, Philipp Graumann und Marcel Tönjann absolviert, sie wurden zum Oberfeuerwehrmann befördert.

    Den Feuerwehrführerschein haben Patrick Vorndran und Markus Eisenmann am Simulator in Bad Neustadt und mit einen Fahrsicherheitstraining erworben.

    Bürgermeister Seiffert sprach der Feuerwehrführung und der Mannschaft ein Lob aus. Vor allem aber dankte er den Frauen, die ihre Partner für die Feuerwehr „freigeben“ und das oftmals auch zeitintensive Engagement unterstützen.

    Kreisbrandinspektor Michael Omert zeigte sich vom vollen Haus sehr beeindruckt. Er motivierte alle Feuerwehrler, an Ausbildung und Lehrgängen teilzunehmen, um immer auf dem neuesten Stand zu sein. Das Thema Digitalfunk werde in diesem Jahr in den Realbetrieb gehen. Auch hier seien Übungen und Einführungen notwendig.

    Der bisherige Kommandant Bernd Abert konnte dazu mitteilen, dass die Geräte mittlerweile in die Fahrzeuge eingebaut worden seien, es aber noch „Schwachstellen“ auszuräumen gelte. Beim Braveheart-Battle sei der Digitalfunk schon zum Einsatz gekommen.

    Der Übungsbetrieb der Oberweißenbrunner Feuerwehr werde in zwei Wochen beginnen, auch die Digitalfunkausbildung werde dann weiter vorangetrieben.

    Am 1. April findet die alljährliche Reifenwechselaktion statt, gab Organisator David Johnson bekannt.

    Feuerwehrlied umgetextet

    Bevor aber das Feuerwehrlied zum Abschluss gesungen wurde, meldete sich Laura Kemmerzell zu Wort und monierte die Zeile „dann stehen wir Mann für Mann“. Das sei doch heute nicht mehr zeitgemäß, da auch viele Frauen in der Feuerwehr aktiv seien. Der neue Vereinsvorsitzende Florian Stary nahm sich des Problems an und rief dazu auf, stattdessen „dann stehen wir Frau und Mann“ zu singen. Ganz ohne Abstimmung wurde diese Änderung sogleich umgesetzt.

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