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    BAD NEUSTADT

    Mit der Jahreskarte ins Triamare

    Vielschwimmer können jetzt günstiger ins kühle Nass. Doch der E-Bus auf der Nessi-Linie lässt immer noch auf sich warten.

    Wenn der heiß ersehnte Elektrobus seine erste Tour auf der Nessi-Linie 2 fährt, wird er die Verantwortlichen bei den Stadtwerken mehr Energie gekostet haben als jemals geplant.

    Seit Mitte August 2017 steht der E-Bus, der eigentlich Ende Dezember 2016 angeliefert werden sollte, in der MAN-Werkstatt in Bad Neustadt. Seit dieser Zeit wartet man darauf, dass die Restarbeiten (Interieur, Lackarbeiten, Bordelektronik und Zulassung) erledigt werden. Weil kaum etwas passiert ist, haben die Stadtwerke kürzlich die damit beauftragte Fremdfirma zu einer Stellungnahme aufgefordert.

    Jungfernfahrt am 1. Januar 2018?

    Jetzt scheint Leben in die Angelegenheit zu kommen: Stadtwerke-Chef Ulrich Leber präsentierte in der Sitzung des Werksausschusses einen neuen Zeitplan: Wenn alles gut geht, wird der E-Bus am 1. Januar 2018 in Betrieb genommen. Dann ist der Bus technisch auf dem neuesten Stand, das Fahrezeug ist zugelassen und die Fahrer sind geschult. Das mutmaßliche Ende dieser unendlichen Geschichte kommentierte Bürgermeister Bruno Altrichter mit den Worten:„Dann freuen wir uns darauf, wenn das Ding endlich fährt.“

    Jahreskarten fürs Triamare

    Für die Stammkundschaft des Triamare will der Werksausschuss etwas tun. Dies sind laut Betriebsleiter Joachim Stör Schwimmer, die mehrmals pro Woche zum Sport ins Schwimmbad kommen und sich immer wieder Wertkarten kaufen müssen. „Manche Kunden würden gerne öfters schwimmen, können es sich über die Wertkarte aber nicht leisten“, berichtete er. Diesen Stammkunden kommt man nun mit einer Jahreskarte entgegen. Sie wird für Erwachsene 495 Euro kosten. Jugendliche und Leute, die ein Anrecht auf Ermäßigung haben, bezahlen 295 Euro. Erwachsene, die eine Jahreskarte für Bad und Sauna wollen, zahlen 595 Euro (Jugendliche und Ermäßigte 430 Euro). Für die Jahreskarte benötigt man ein Passbild, sie ist nicht übertragbar.

    Sommerkarten für Erwachsene

    Auch für Familien will die Stadt etwas tun. Für Jugendliche gibt es in den Sommerferien schon eine Saisonkarte (30 Euro). Nun können auch Erwachsene eine erwerben. Kostenpunkt: 50 Euro. An den bisherigen Tarifen für den Schwimmbadbesuch ändert sich nichts. Die Saison- und Jahreskarten, beschloss der Werksausschuss, gibt es ab 1. Januar 2018.

    Gewaltige Erdbewegungen

    Der Neubau des Wasserwerks und des Hochbehälters in Brendlorenzen machten gewaltige Erdbewegungen nötig. Leber war voll des Lobs für die Landwirte, deren Äcker von den Arbeiten betroffen waren. Vor dem Abschluss stehen die vorbereitenden Leitungsverlegungen zur Neustrukturierung der Trinkwasserversorgung mit Anbindung an das Neustädter Netz. Mit der Anlieferung des Pumpwerks und der Inbetriebnahme rechnen die Stadtwerke in Kürze.

    Im kommenden Jahr stehen an: die Abbruch- und Rohbauarbeiten (997 000 Euro), die Ausbauarbeiten (390 000 Euro) der Einbau der Technik (818 000 Euro) und die Gestaltung der Außenanlagen (65 000 Euro).

    Kunde liest Zähler selbst ab

    Neue Zeiten brechen beim Ablesen der Wasseruhren an. Die Stadtwerke werden Anfang Dezember den Kunden in Dürrnhof, Brendlorenzen, Herschfeld Lebenhan und Löhrieth Ablesekarten schicken, auf denen sie bis 31. Dezember ihre Zählerstände melden können. In Löhrieth will man auch die Stromabrechnung über dieses Verfahren abwickeln. Die Meldung kann auch über das Internet oder das Smartphone erfolgen, sagte Leber. Andere Stadtwerke hätten mit dieser Ablese-Methode gute Erfahrungen gemacht, sagte er.

    Wer seine Ablesekarte zu früh losschickt, wird hochgerechnet, wer nichts schickt, wird geschätzt, oder erhält – ganz analog – Besuch von einem Wasserzähler auf zwei Beinen.

    Jahresverlust von 825 997 Euro

    Der Jahresabschluss der Stadtwerke für 2017 war ein weiteres Thema im Werksausschuss. Die Mitglieder nahmen den Jahresverlust von 825 997 Euro zur Kenntnis.

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