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    KREUZBERG

    Eine Nacht unter der Milchstraße

    Der Sonnenuntergang hinter der Kreuzigungsgruppe, Menschen in Schlafsäcken und unter Decken. Sie schlafen oder blicken nachdenklich in die Weite der Landschaft und des Himmels – der Abend „Eine Nacht unter der Milchstraße“ mit Poetischem, Literarischem und Astronomischen erinnerte durchaus an die früheren „Nächte der Poesie“.

    Der Sonnenuntergang hinter der Kreuzigungsgruppe, Menschen in Schlafsäcken und unter Decken. Sie schlafen oder blicken nachdenklich in die Weite der Landschaft und des Himmels – der Abend „Eine Nacht unter der Milchstraße“ mit Poetischem, Literarischem und Astronomischen erinnerte durchaus an die früheren „Nächte der Poesie“.

    13-mal fanden sie auf dem Kreuzberg mit Rudolf Herget statt, sagte Bischofsheims Tourismusreferent Gerhard Nägler. „Wir werden mit unseren Gedanken bei Rudolf sein und er vielleicht auch bei uns.“ Die neue Veranstaltung sei keine neue Nacht der Poesie, sondern eine völlig eigenständige Veranstaltung.

    Von 21 Uhr bis Mitternacht drehte sich alles um den Sternenpark, um den Schutz der Nacht und die Sternenbilder am sommerlichen Nachthimmel. Den Anfang machte Sternenpoet Roland Müller (Böblingen), der dem Verein „Sternenpark Rhön“ angehört und sich beim Gang durch die Natur und beim Betrachten des Sternenhimmels zu lyrischen Texten inspirieren lässt.

    Sabine Frank, die Projektkoordinatorin des Sternenparks Rhön, lud zu einer virtuellen Reise zu den Sternen ein. Sie zeigte Aufnahmen, die mit dem Hubbel-Weltraum-Teleskop von Saturn und Jupiter, der Milchstraße, Sternengeburtsstätten und planetarischen Nebeln entstanden.

    Sie erklärte die Zielsetzungen des Sternenparks. Solche Veranstaltungen sollen zum Schutz der Nachtlandschaft beitragen. „Sternenpark heißt nicht, das Licht abzuschalten, sondern bewusst zu entscheiden, was wie lange und in welcher Intensität beleuchtet wird.“ Die Rhön sei einer von neun weltweit anerkannten Sternenparke, das sei eine besondere Auszeichnung, die eine besondere Verantwortung mit sich bringe.

    Nachdem es dann wirklich Nacht geworden war und auch die Wolken sich verzogen hatten, spannte sich der Sternenhimmel über den Kreuzberg. Sabine Frank erklärte Sternbilder und faszinierte mit vielen Geschichten zur großen Bärin, Kassiopeia, dem Schwan und dem Andromedanebel, der in der Rhön mit bloßem Auge zu beobachten ist. „Das ist unsere Nachbargalaxie, außerhalb unseres Milchstraßensystems“, stellte Frank vor.

    Die Kälte auf dem Gipfelplateau war bei diesen vielen Erklärungen kaum noch zu spüren. Erst der Blick auf das Thermometer ließ doch erstaunen, denn es waren gerade mal neun Grad.

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