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    GROßEIBSTADT

    Metzgerei Neugebauer wagt mutigen Schritt in die Zukunft

    Den Metzgerladen erweitert, eine Brotzeitstube aufgemacht und das alles mit regionalen Waren. So wollen die Neugebauers dem Metzgerei-Sterben entgegenwirken.

    Neueröffnung: Zweiter Bürgermeister Udo Rost (rechts) gratulierte der jungen Unternehmerfamilie Marco und Katharina Neug...

    „Mutig blicken wir in die Zukunft, denn wir stehen mit unserem neuen, erweiterten Laden, der Brotzeitstube und unseren regionalen Wurst- und Fleischangeboten dem Trend des Metzgerei-Sterbens entgegen.“ Das sagte Marco Neugebauer, Chef der gleichnamigen Metzgerei, bei der Vorstellung des neuen Ladens. Er befindet sich in der ehemaligen Kegelbahn. Hell und freundlich mit einer modern gestalteten Theke, regionalen Produkten, die mittlerweile auch als Geschenke sehr gut angenommen werden, sowie der Brotzeitstube präsentiert sich der neue Laden. Ab diesem Freitag hat er durchgehend von 7.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Mit einer Fläche von rund 80 Quadratmetern ist er viermal so groß wie der „alte Laden“ im Erdgeschoss.

    Spezialitäten im Schauschrank

    Ein Hingucker sind nicht nur die Wurstprodukte hinter und in der Theke, sondern auch ein so genannter Schauschrank, in dem man sich die verschiedenen Spezialitäten betrachten kann. Auch behindertengerecht ist der neue Laden durch einen Aufzug. Der ist allerdings noch im Entstehen. Dank sagte Marco Neugebauer bei der kleinen Feier seiner Frau Katharina, aber auch den Kindern, die ihn tatkräftig unterstützen.

    Natürlich stehen seine Eltern Hildegard und Hugo Neugebauer an der Seite der jungen Familie. Man merkt es beiden an, dass sie mit Recht stolz auf „ihren Marco“ sind.

    Viele Gäste bei der Eröffnung

    Zur kleinen Feierstunde waren Planer, Gemeinderäte, Handwerker und Helfer gekommen, darunter Hellmuth Reichel von der Firma Schrutka und Peukert (Kulmbach), Sparkassen-Gebietsdirektor Peter Lindemann und Ingenieur Christian Leicht (Bad Königshofen). „Wir wollen heute danke sagen, für einen reibungslosen Ablauf der Bautätigkeit.“ Kurz streifte Marco Neugebauer die Geschäfts-Chronik, die mit dem Jahr 1984 begann. Damals eröffneten Hildegard und Hugo Neugebauer nicht nur die Gastwirtschaft mit Pension und Kegelbahn, sondern im Anbau einen kleine Fleisch- und Wurstproduktion mit integriertem Verkaufsraum. Schon ein Jahr später gab es einen kleinen Laden im Untergeschoss der Gastwirtschaft und 1995 erweiterte man die Metzgerei durch einen Anbau. Im Jahr 2000 kam die Filiale Wülfershausen dazu. Mittlerweile wird der Betrieb mit Marco Neugebauer in der zweiten Generation weitergeführt.

    Platz eins beim Bratwurst-Gipfel

    2016 ging Hugo Neugebauer in den Ruhestand und damit übernahmen Katharina und Marco die Leitung des Familienbetriebs. Dieser wird, das ist bekannt, mit viel Herzblut geführt Erwähnt hat Marco Neugebauer den Bratwurstgipfel in Pegnitz, wo die Apfel-Kräuter-Bratwurst den ersten Platz in der Kategorie „Kreativbratwurst“ erreichte. Das machte das Geschäft in Großeibstadt überregional bekannt. Hinzu kam dann der Wurstmarkt in Ostheim, der von den Neugebauers von Anfang an besucht wurde. „Mittlerweile stehen oft Autos aus dem ganzen Bundesgebiet vor unserem Laden“, sagt Marco Neugebauer.

    Größter Arbeitgeber im Dorf

    So kam es wie es kommen musste, der bisherige Laden wurde zu klein, neue Anforderungen im Bereich Hygiene, Berufsgenossenschaft, Steuerwesen und Zoll kamen dazu. Mit dem neuen Laden wird hier nun Abhilfe geschaffen. Immerhin beschäftigen die Neugebauers 17 Angestellte, davon zwei Lehrlinge, was sie zum größten Arbeitgeber in Groß- und Kleineibstadt macht. Dafür dankte zweiter Bürgermeister Udo Rost besonders. Man habe nicht nur eine Metzgerei, sondern auch noch eine Bäckerei im Ort. „Herzlichen Glückwunsch zum neuen Ladengeschäft von der Gemeinde Großeibstadt und Bürgermeister Emil Sebald, der verhindert ist“. Der Mut der Neugebauers sei zu bewundern. „Wir sind Wurstmacher aus Leidenschaft“, sagte Hugo Neugebauer, Handwerkskammer Präsident a.D., im Gespräch mit unserer Zeitung. Immerhin werden zu 80 Prozent verschiedene Wurstarten hergestellt. Der Renner ist nach wie vor die Bratwurst.

    Bearbeitet von Hanns Friedrich

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