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    WALDBERG

    Kein weiteres Geld für Ausstellungspavillon

    Im Verlauf der weiteren Diskussion in der Bürgerversammlung ging es um verrostete Straßeneinläufe in der neuen Straße, Schäden durch Baggerspuren am Spielplatz und Probleme mit der Pflasterung.

    Im Verlauf der weiteren Diskussion in der Bürgerversammlung ging es um verrostete Straßeneinläufe in der neuen Straße, Schäden durch Baggerspuren am Spielplatz und Probleme mit der Pflasterung.

    Den Bürgern wurde von Bürgermeister Joachim Bühner und von Roland Bühner versichert, dass alle Schäden gemeldet werden und die Firmen nachbessern müssen. Die Abnahme könne erst erfolgen, wenn alles zur Zufriedenheit ausgeführt sei. „Hof für Hof wird verbessert, sonst gibt es keine Abnahme“. Enttäuscht zeigte sich Joachim Bühner von der Reaktion des Bayerischen Staatsministers Brunner, den er um Hilfe bat in Sachen Kostensteigerung des Ausstellungspavillon Sandberg. Die Gemeinde sei unverschuldet mit den erhöhten Kosten konfrontiert worden. Von Leader sei keine weitere Förderung zu erwarten, und auch der Staat habe sich nun nicht befürwortend geäußert. „Eineinhalb Seiten, in denen nichts steht“, sagte Bühner. Natürlich werde die Situation bedauert, aber Hilfe gebe es keine. Nun bleibe die Hoffnung, dass über die Landesstelle für nicht staatliche Museen ein Zuschuss zu bekommen ist. Von Bürgerseite wurde geäußert, dass 2012 die Kosten bewusst nach unten gedrückt wurden, mit dem Wissen, dass sie so nicht gehalten werden können. Wie der Bürgermeister erklärte, habe er natürlich auch mit dem Architekten gesprochen, der lediglich auf die Zeitspanne zwischen der Kostenschätzung 2012 und der Ausschreibung 2014 verwies. Deutlichen Unmut äußerten die Waldberger über den Architekten, der ihrer Meinung nach auf Kostensteigerungen hätte hinweisen müssen.

    Am 30. Juni muss das Projekt abgeschlossen sein, es sei großer Zeitdruck, unter dem die Gemeinde stehe, erklärte der Bürgermeister. „Wenn die Ämter uns mehr Zeit zur Umsetzung und Fertigstellung geben würden, dann wäre der Druck weg“, befand der dritte Bürgermeister Claus Kleinhenz. Die Firmen wissen, welch enges zeitliches Korsett bei solchen Aufträgen herrsche, dementsprechend fallen die Ausschreibungen aus. Wenn es dann noch ein ungünstiger Ausschreibungszeitpunkt sei, komme einiges zusammen. Auch für Waldbergs Spielplatz wurde von der Ortsbevölkerung gespendet. Zu den 16 000 Euro aus der Gemeindekasse kommen derzeit 4700 Euro an Spenden. Diskutiert wurde über eine Geschwindigkeitsbeschränkung an den Ortseingängen von Waldberg. Gerade Motorradfahrer würden die Kurven mit hoher Geschwindigkeit nehmen. Wenig Hoffnung konnte Roland Bühner machen, das sei schon probiert worden und, da es sich um eine Staatsstraße handele, sei das Landratsamt Rhön-Grabfeld einzuschalten. Vergleiche mit dem benachbarten Landkreis Bad Kissingen seien zwecklos, in Bad Neustadt werde in Fragen der Verkehrssicherheit anders entschieden. Nun soll ein erneuter Anlauf unternommen werden. Diskutiert wurde über die Vorfahrtssituation an der Abzweigung in den Stiegraben, über die Kosten für Bau- und Gewerbeplätze, die Notwendigkeit einen Steinleseplatz für Waldberg vorzuhalten, Brennholzvergabe, Wegezustand, Schneeräumen, Mai- und Weihnachtsbäume und die Reinigung des Dorfbrunnens. In Waldberg leben zurzeit 552 Bürger, geboren wurden im vergangenen Jahr sechs Kinder, vier Mitbürger starben.

    Eckert, Marion

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