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    OSTHEIM

    Der Weg zu sauberem Trinkwasser ist geebnet

    Erst lange Diskussionen, jetzt die Entscheidung: Das Ortsnetz Völkershausen wird dem Wasserzweckverband „Willmarser Gruppe“ angegliedert.

    Nach langen Diskussionen über das Für- und Wider bezüglich des Erhalts der Kohlbergquelle hatte die Gemeinde Willmars schließlich doch den Antrag gestellt, das Ortsnetz Völkershausen an den Wasserzweckverband „Willmarser Gruppe“ anzugliedern. Dem wurde im Rahmen der jüngsten Verbandssitzung stattgegeben.

    Basierend auf dem Gemeinderatsbeschluss vom 12. April ist Willmars zu dem Ergebnis gekommen, Völkershausen an den WZV anschließen zu wollen. Nun galt es, im Rahmen der Zusammenkunft über den Antrag zu beraten. Nachdem der Verbandsvorsitzende Ulrich Waldsachs die Sachlage geschildert hatte, war klar, dass dringender Handlungsbedarf besteht.

    Keine Gefährdung der Versorgungssicherheit

    Zudem stellt die Angliederung mit 48 Anschlussnehmern keine Gefährdung der Versorgungssicherheit dar, eher im Gegenteil, wie Waldsachs erläuterte. Während auf Willmars nur rund neun Prozent der Gesamtkapazität fallen, würde sich dieser Wert durch den Beitritt Völkershausens gerade mal um 1,2 Prozent erhöhen. Das entspricht etwa 4000 Kubikmetern Wasser im Jahr. Positiv ist, dass auch die Brunnenauslastung sich verbessert. Daher legte der Vorsitzende den Entscheidungsträgern nahe, dem Antrag zuzustimmen.

    Unter der Voraussetzung, dass die Investitionen für die Anschlussleitung zu 100 Prozent bei der Gemeinde Willmars liegen, wurde dem zugestimmt. Hieraus resultierte der Folgebeschluss, die Baumaßnahme „Herstellung der Verbundleitung und Anschlussbauwerke zum Ortsnetz Völkershausen“ im Auftrag der Gemeinde Willmars durchzuführen, wenn Willmars den WZV hierzu beauftragt und alle im Vorfeld notwendigen Planungen und Verhandlungen genehmigt und abgeschlossen wurden. Ulrich Waldsachs stellte klar, dass es sich bislang lediglich um zwei grundlegende Beschlüsse handelt, von der Detailplanung sei man noch weit entfernt.

    Die wirtschaftlichste Lösung

    Der Willmarser Bürgermeister Reimund Voß erläuterte auf Anfrage kurz die beiden Möglichkeiten zur Trassenverlegung. Thomas Fischer wies darauf hin, dass man zwar grundsätzlich immer nach den günstigsten Anbietern schauen müsse, hierbei aber die Folgekosten, wie beispielsweise den Strom zum Betreiben der Pumpen, nicht völlig außer Acht lassen sollte. Nach der allgemeinen Zustimmung freute sich Ulrich Waldsachs, „die wirtschaftlichste und nachhaltigste Lösung für Völkershausen auf den Weg gebracht zu haben“.

    Damit übergab er das Wort an Marc Huter. Der Kämmerer stellte den Rechenschaftsbericht zur Jahresrechnung 2016 vor. Dieser hatte sich für alle Verbandsmitglieder positiv dargestellt. Der WZV ist zudem schuldenfrei; auch im Rechnungsjahr 2016 mussten keine Darlehen aufgenommen werden, so Huter.

    Droht ein Wassermangel?

    Wasserwart Peter Schulze gab im Anschluss Informationen zum Sachstand der Baumaßnahme an der Verbandsleitung. Alles Anstehende sei nun fertig und funktionstüchtig, meinte er. Die Besorgnis, ob in absehbarer Zeit ein Wassermangel drohe, entkräftete der Fachmann souverän. „Die Pegel sind hoch genug, wir haben ausreichend Wasser im Tiefbrunnen“, beruhigte Schulze.

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